Über diese Geschichte
Dresden, Herbst 1884. Zwischen der siebenten und der achten Gaslaterne auf dem nächtlichen Heimweg vom Königlichen Hoftheater verschwindet die junge Tänzerin Phoebe Lederle, und niemand in der Elbmetropole mag glauben, daß es sich um mehr als eine flüchtige Liebschaft handele. Kriminalrat Josef Werner, ein bedächtiger Beamter im Dienst Seiner Majestät, wird mit der Sache betraut, weil sich die Familie nicht gänzlich abweisen, aber auch nicht zu gut behandeln läßt. An seiner Seite steht, inoffiziell und nach Feierabend, Fräulein Carow vom Telegrafenamt am Neumarkt, die bemerkt, welche Depeschen nicht aufgegeben werden. Ein Tanzmeister, der Buch führt wie ein Kaufmann, ein Leihhausbesitzer mit einem Zimmer zuviel, ein Kutscher ohne Gedächtnis und neun Laternenanzünder, die ihren Dienst im selben Bogen verrichten — der Fall führt tief in die sächsische Bürokratie und in die Hinterhöfe der Residenzstadt. Ein wilhelminischer Kriminalroman nach den Regeln des Fair Play.
Kapitel
- 1 Eine Taenzerin In Handschuhen
- 2 Die Zimmer Ueber Dem Leihhaus
- 3 Die Zeugin Aus Dem Telegrafenamt
- 4 Wie Ein Tanzmeister Buch Fuehrt
- 5 Eine Zweite Taenzerin Fehlt
- 6 Das Muster Der Laternenanzuendung
- 7 Ein Kutscher Der Sich Nicht Erinnert
- 8 Was Die Garderobe Enthielt
- 9 Das Gestaendnis Das Niemand Unterschrieb
- 10 Am Droschkenstand Im Regen
- 11 Das Neunte Licht


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