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Chapter

Das Gestaendnis Das Niemand Unterschrieb

Der Durchsuchungsbefehl wurde gegen drei Uhr ausgefertigt und gegen halb fünf vollstreckt. Werner hatte zwei Schutzleute mitgenommen, nicht drei; es war seine Gewohnheit, bei Durchsuchungen eines Schauplatzes, den er bereits einmal gesehen hatte, nicht mehr Leute mitzubringen, als er brauchte, denn ein überflüssiger Mann im Zimmer trat Spuren aus, die ein geübter Beobachter bemerken konnte. Grünewald öffnete die Tür ohne Widerstand. Er sah älter aus als zwei Tage zuvor, und Werner nahm wahr, daß die Brille mit dem sauberen rechten Glas nicht mehr auf seiner Nase saß, sondern in der Brusttasche lag, als habe er aufgehört, genau sehen zu wollen. „Herr Grünewald, ich habe einen Durchsuchungsbefehl für das Zimmer im zweiten Stock. Ich bitte Sie, anwesend zu sein." „Jawohl, Herr Kriminalrat." Sie gingen die Treppe hinauf. Das Zimmer war wie am Morgen zuvor, mit jenem Unterschied, den ein Zimmer annimmt, wenn es seit dem letzten Betreten einmal sorgfältig gekehrt worden ist. Das Fenster war geschlossen. Die Angeln schimmerten noch feucht vom Fett. Werner arbeitete methodisch. Er begann mit dem Bett. Er hob die Matratze. Er untersuchte den Bettpfosten. Er zog die Bettwäsche ab. Er fand, in der Kopfkissenfüllung, ein zusammengefaltetes Blatt Papier, das mit einem nicht ganz trockenen Blutfleck verunreinigt war. Der Fleck war klein. Er war fingerkuppengroß. Das Blatt war eine

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