About this Story
Fünfzehn Jahre nachdem Magda Weiss das niederbayerische Dorf ihrer Kindheit Richtung Hamburg verlassen hat, wo sie als Theaterbeleuchterin lebt, holt ein Dienstagnachmittag sie zurück. Ihre Mutter Regina ruft an: Eberhard ist ins Hospiz verlegt worden, zu Sankt Nikolaus in Landshut, die Lunge endgültig hinüber nach zwanzig Jahren COPD. Ihr Bruder Stefan, der geblieben ist, das Fuhrgeschäft übernommen und die Frau geheiratet hat, die Magda in der zehnten Klasse nicht mochte, weiß nicht, daß sie kommt. Über elf Tage im April in einem Haus, das in ihrer Abwesenheit älter geworden ist, wird Magda gemessen an der Familie, die sie verlassen hat, und an der, die ohne sie weitergemacht hat. Es gibt keine großen Geständnisse, keine Versöhnung, die etwas zubindet. Es gibt eine Mutter am Herd, einen Hund, den sie nicht kennt, einen Streit in der Küche, einen Vater, der an einem guten Nachmittag sagt, was er zu sagen hatte. Constanze Hells leiser, unerbittlicher Roman darüber, was die Gegangenen den Gebliebenen schulden.
Chapters
- 1 Der Anruf An Einem Dienstag
- 2 Die Fahrt Nach Niederbayern
- 3 Das Haus Wie Es Jetzt Ist
- 4 Meine Mutter Am Herd
- 5 Mein Bruder Wurde Nicht Informiert
- 6 Die Hospizregeln
- 7 Ein Brief Den Ich Nicht Schickte
- 8 Der Vater Im Sessel
- 9 Ein Streit In Der Kueche
- 10 Die Nacht In Der Er Nicht Mehr Sprach
- 11 Was Ich Mitgenommen Habe


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