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Chapter

Das Haus Wie Es Jetzt Ist

Das Haus stand noch. Das war das erste, was ich dachte, und es war ein dummer Gedanke, weil ich keinen Grund hatte anzunehmen, es hätte es nicht mehr gegeben, aber so sind die Gedanken, wenn man nach fünfzehn Jahren irgendwohin zurückkommt. Man rechnet mit Brand, mit Abriß, mit einem Baggerloch. Man rechnet damit, daß die Welt, die man hinter sich gelassen hat, sich die Mühe gemacht hat, ohne einen zu verschwinden. Das Haus war nicht verschwunden. Es war zwei Stockwerke hoch und weißgelb verputzt, mit einem flachen Satteldach und einer eingezogenen Veranda auf der Südseite, und es stand an derselben Stelle zwischen der Kreisstraße und dem Fuhrhof, an der es seit achtundvierzig stand, als mein Großvater es mit den Steinen einer abgebrannten Scheune gebaut hatte. Der Hof war befestigt worden. Das war neu. Früher war da Kies gewesen, jetzt war da gewaschener Beton. Zwei MAN-Lastwagen standen unter dem Vordach, beide sauber, beide mit der Aufschrift *Weiss Fuhrbetrieb · Niederbayern*. Ein dritter, kleinerer, ein Mercedes mit Kühlaufbau, stand quer geparkt, als habe jemand ihn kurz abgestellt und dann etwas anderes vorgehabt. „Du fährst gar nicht vor", sagte ich. „Naa. Ich stell immer hinten hin. Der Stefan will den Hof frei haben für die Lastzüge." Sie fuhr um das Haus herum und parkte auf einem kleinen geteerten Streifen hinter der Waschküche, wo früher ein Schuppen gestanden

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