About this Story
Drei Jahre nach dem Tod des alten Königs steht das Reich Ostreich vor der nächsten Kurfürstenwahl, und der Reichskanzler Otwin hat längst begonnen, sie zu ordnen wie ein Kanzleischreiber seine Mappen. Als Aneli von Halden aus ihrer verarmten Grenzmark in die Hauptstadt Ostenfels reist, trägt sie nur einen Brief ihrer verstorbenen Mutter bei sich und keine Absicht, ihn jemandem zu zeigen. Der Brief behauptet, die gläsernen Tore der alten Reichsstädte, von denen man seit Generationen nur noch in Kanzleiformeln und Wiegenliedern spricht, seien niemals erloschen, und ihre eigene Blutlinie trage einen Schlüssel, der nie eingefordert wurde. Die alte Kurfürstin-Witwe Margareta glaubt es sofort. Der Reichskanzler fürchtet es. Zwischen einem verfälschten Wachsiegel, einer Domkapitelstimme, die sich nicht kaufen lässt, und einem Schwur, den sie niemals leisten wollte, wird Aneli lernen, dass ein Erbe nicht davon verschwindet, dass man es ignoriert.


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