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Der Aufstand der Neunten

Teen Fiction 12+ 11 chapters12,890 words ~65 min read 🤖 AI-generated
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About this Story

Greta Alvarez, 14, liest versehentlich die SV-Satzung und entdeckt dabei etwas, was die Erwachsenen lieber unerwaehnt gelassen haetten: Schuelervertretung ist kein Spielzeug, sondern steht im niedersaechsischen Schulgesetz. Also kandidiert sie mit einer Plattform, die niemand ernst nehmen soll - Hausordnung ueberpruefen, Handys und Pausenzeiten - und gewinnt mit vierzig Stimmen Vorsprung. Was folgt, ist ihr erstes Halbjahr als Klassensprecherin einer neunten Klasse, die ploetzlich gefaehrlich wird: ein Schulleiter, der eskaliert, ein stiller Vertrauenslehrer, der nur manchmal laechelt, eine Mitkandidatin namens Simone, die sie eigentlich gar nicht mochte und jetzt ihre Strategin ist, und eine Freundesgruppe, die nicht haelt, wenn es ernst wird. Kein Heldinnenepos. Protokolle, Antraege, Anhoerung. Und eine Stimme, die leise kippt, wenn die Kamera weg ist.

Chapter

Sv In Der Theorie

Die Schülervertretung ist, das weiß jeder, ein Witz. Nicht ein richtig witziger Witz, eher so ein Witz wie der von Herrn Pape in Mathe, den keiner versteht, über den alle trotzdem lachen, weil er sonst die ganze Stunde still vor der Tafel steht und auf die Klasse guckt wie jemand, der seine Autoschlüssel sucht. Die SV ist ein Witz, weil sie ein Gremium ist, in dem zwei Schülerinnen der Oberstufe einmal im Jahr einen Mottotag organisieren, an dem man sich verkleiden darf, und dann den Rest des Jahres verschwindet. Das war meine These, als ich in die neunte Klasse kam, und ich hatte noch keinen Grund, sie zu überprüfen.

Die Sache begann an einem Mittwoch im September, ungefähr zwei Wochen nach dem Schulanfang, und sie begann damit, dass Frau Kestner mit der Tür ins Klassenzimmer fiel, wörtlich, weil der Türrahmen in diesem Gebäude schief ist, und rief: Also, ihr Lieben, Klassensprecherwahl. Danke, Greta, du schreibst mit. Sie warf mir ein Protokollformular zu, ohne auf meine Antwort zu warten, weil meine Antwort seit der fünften Klasse sowieso immer ja gewesen ist, und setzte sich dann seitlich auf den Lehrertisch und sagte: Wer kandidiert. Es kandidierten Jonas, weil er immer kandidiert, und Lea, weil sie zu spät gekommen war und die Regeln der Veranstaltung noch nicht verstanden hatte, und dann niemand.

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum ich in diesem Momentaufgestanden bin. Es gibt Leute, die mir später erzählen werden, ich hätte das von langer Hand geplant, und andere, die sagen, ich sei naiv gewesen, und ich muss beiden sagen: Ich weiß es selbst nicht. Ich stand auf und sagte, ich kandidiere auch, und Jonas drehte sich um und sagte, ernsthaft, Greta, und Frau Kestner sagte, auch gut, und ich setzte mich wieder, und mein Herz schlug so, wie es immer schlägt, wenn ich ohne Plan gesprochen habe, was ich tatsächlich selten tue. Mein Bruder sagt, ich sei das am meisten durchgeplante Familienmitglied seit meiner Oma, und meine Oma hat einmal eine Geburtstagsfeier dreiundzwanzig Monate im Voraus organisiert.

Dann kam Simone. Simone Park saß hinten links, neben dem Fenster, und Simone Park kandidierte nie für irgendetwas, weil Simone Park für die Schule zu gut war, in einer Weise, die nichts mit Noten zu tun hatte. Sie hatte diese Art, während einer Diskussion auf den Tisch zu schauen und leicht zu lächeln, und man wusste nie, ob sie einem recht gab oder sich gerade überlegte, wie falsch man lag. Simone sagte, ich kandidiere auch, und ich drehte mich um, und Simone schaute mich an, nicht Frau Kestner, und ich dachte: Okay. Das wird interessant. Und dann dachte ich: Warum.

Wir stellten uns vor. Jonas hielt eine Rede, in der er dreimal den Ausdruck gute Stimmung verwendete und einmal das Wort Einsatz, und niemand hörte zu. Lea sagte, sie sei gerne für alle da, und setzte sich. Ich sagte, ich hätte keine Rede vorbereitet, aber ich fände, man solle das Amt ernst nehmen, und sei bereit, Sachen zu lesen, die andere nicht lesen wollten. Das klang bescheidener, als ich es meinte. Simone stand auf und sagte, Greta wäre eine gute Wahl, und sie würde das Amt der Stellvertreterin übernehmen, wenn die Klasse das wolle, weil man zu zweit

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Chapters

  1. 1 Sv In Der Theorie
  2. 2 Die Satzung Die Niemand Liest
  3. 3 Meine Mitkandidatin
  4. 4 Die Vertrauenslehrerin
  5. 5 Der Erste Antrag
  6. 6 Der Schulleiter Widerspricht
  7. 7 Eine Freundin Die Die Seiten Wechselt
  8. 8 Die Petition Die Niemand Sabotierte
  9. 9 Die Versammlung Die Nicht Genehmigt War
  10. 10 Die Anhoerung
  11. 11 Was Nach Der Abstimmung Kam

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