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Harfenmagie

Dark Fantasy 12+ 6 chapters15,896 words ~80 min read
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About this Story

Wissen, Magie und ein uralter Feind Auf einem geheimen Fluss gelangen der Gelehrte Friedrich Steiniz, seine Frau Liselotte und ihr Gefährte Sir Henry Douglas in die verborgene Akademie von Hadramaut – ein Ort, an dem die Weisheit der Jahrhunderte bewahrt wird. Doch der Empfang unter den ehrwürdigen Dekanen trügt: Tief in den Archiven der Akademie erwacht ein uralter Stab zu neuem Leben, in dem die Macht eines Dämons gebannt ist. Während die Fremden Seite an Seite mit den Gelehrten die Schätze der Bibliothek durchsuchen, stoßen sie auf kryptische Hinweise aus den Schriften des Hermes Trismegistos, Nikolaus Flamel und selbst dem gefürchteten Necronomicon. Immer klarer wird: Nur die sagenumwobene Harfe eines persischen Magiers könnte den Stabdämon bannen – doch sie liegt verborgen hinter tödlichen Rätseln. Als der Marid aus dem Stab Gestalt annimmt und Blut und Wahnsinn über die Akademie bringt, bleibt den Gefährten nur eine Hoffnung: Liselotte und ihre Musik. Mit der Kraft der Töne entscheidet sich das Schicksal von Hadramaut – und vielleicht der ganzen Welt. Ein phantastischer Abenteuerroman zwischen orientalischer Märchenwelt, historischer Gelehrsamkeit und kosmischem Schrecken.

Chapter

I Ein Wundersamer Empfang

I. Ein wundersamer Empfang

Der Fluss, auf dem wir gekommen waren, verbreiterte sich zu einem kleinen Teich in einer Art Kaverne, die nach oben geöffnet war. Mächtige Felsen dräuten von allen Seiten, viele Meter hoch, doch nach oben ließen sie einen Blick frei auf einen strahlend blauen Himmel, und das Sonnenlicht zauberte wundersame Reflexe auf das Wasser.

Unser Schiff lag nun auf einer Art Anlegestelle, dahinter führten Stufen rund um die Kaverne nach oben, ähnlich einer in den Fels geschlagenen Serpentine. Allerdings wirkte das Ganze eher wie ein künstlich angelegter Schlot, trotz der Natürlichkeit der Felsen, denn nach oben zu verengte sich die Kaverne wieder, so dass wir beim Aufstieg eine immer enger werdende Spirale beschritten. Der Fels hatte immer stärker seine natürliche Textur verloren, bis er hier eindeutig von Menschenhand geglättet war. Wir standen stand nun vor einer Art Durchgang, ähnlich einem Torbogen.

Als wir diesen durchschritten hatten, standen wir zu meiner Überraschung – in einer Stadt! Wir standen auf einem runden Platz mit vielleicht 30 Schritt im Durchmesser, begrenzt von einer niedrigen Mauer. Dahinter erhoben sich in alle Richtungen Häuser und Gebäudeensemble, zahlreiche Bauten in vielen verschiedenen Stilrichtungen, da man wohl im Lauf der Zeit immer wieder neue Gebäude und Anbauten errichtet hatte, von denen nicht wenige mehrere Stockwerkehatten. Dennoch machte dieses Sammelsurium auf mich einen geschlossenen und in sich stimmigen Eindruck, als habe über seiner Errichtung eine wachsame und ordnende Macht gewaltet. Wir befanden uns wohl am tiefsten Punkt, vielleicht im Mittelpunkt, denn alle Gebäude und Straßen strebten nach oben; jenseits konnte ich eine karge Felslandschaft ausmachen. Wohin hatte uns die Reise auf dem unbekannten Fluss geführt?

Als ich mich umdrehte, konnte ich hinter dem Torbogen, durch den wir gekommen waren, die Rundung der Kaverne sehen, die hier mitten in einer Stadt lag, ebenfalls umgeben von Gebäuden, und dahinter in der Ferne hohe Berge. Mich umwendend, erkannte ich, dass die Mauer uns gegenüber auch von einem Torbogen durchbrochen wurde, durch den ich eine von Zypressen gesäumte Allee erblicken konnte, die zu einem größeren weißen Gebäude führte.

Meine Aufmerksamkeit wurde nun gefesselt von der Szenerie, die sich vor mir meinen Augen darbot. In der Mitte der ebenen, sauber geglätteten Fläche vor uns erhob sich ein großes purpurrotes Zelt, unter dessen Vordach drei Menschen standen, die sich nun, da ich als letzter unserer Gruppe das Plateau betreten hatte, in unsere Richtung in Bewegung setzten.

Hochgewachsen und von edler Gestalt schritten sie langsam auf uns zu, in der Mitte ein ehrwürdiger Greis, zu seiner Linken ein kräftiger Mann mittleren Alters, auf seiner anderen Seite eine etwa gleichaltrige Frau. Schön waren alle drei, mit edlen Gesichtszügen und langen dunklen Haaren. Zu welchem Volk oder Stamm sie gehörten, konnte ich nicht erkennen; es mochte eine Mischung aus vielen Vorfahren arabischen Ursprungs sein. Und auch ihre Kleidung gab mir keinen Hinweis: Sie trugen Hemden aus silberner und Pumphosen aus blauer Seide sowie einen Umhang auf fein gewirkter grüner Wolle.

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Chapters

  1. 1 I Ein Wundersamer Empfang
  2. 2 Ii Buecher Rollen Pergamente
  3. 3 Iii Feuer Und Schwert
  4. 4 Iv Tod Und Wahnsinn
  5. 5 V Ein Magischer Zweikampf
  6. 6 Vi Lottes Musik

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