Als sie sich bis auf wenige Schritte genähert hatten, neigten sie kurz die Köpfe; der Älteste begrüßte uns in reinem Arabisch: „Seid gegrüßt im Namen Allahs des Herrn der Welt, und ebenso im Namen von Al-Magest, dem weisen Oberhaupt unseres Bait al-Ilm al-Hikma. Doch ehe wir uns in Förmlichkeiten ergehen, gestattet, dass wir Euch nach diesem langen Aufstieg Gelegenheit zum Ausruhen geben und für Eure Erfrischung sorgen, danach ist Zeit für den Austausch von Höflichkeiten und Wissenswertem.“ Aus dem Zelt traten plötzlich ein junger Mann und eine junge Frau, ähnlich gekleidet wie die Älteren, und tischten in bewundernswerter Geschwindigkeit auf kleinen Tischchen und runden Lederkissen ein wahres Festmahl auf. Der Greis forderte uns auf: „Bitte nehmt Platz und erfrischt Euch. Währenddessen will ich gerne erzählen, was Ihr sicher wissen wollt. Doch wäre es sehr schön für uns, zu wissen, wer uns die Ehre seines Besuches erweist.“ Dabei verbeugte er sich und deutete auf die Sitzkissen. Erst als wir drei saßen, ließen er und seine beiden Begleiter sich nieder. Mein englischer Freund übernahm die Vorstellung. „Neben mir seht Ihr Friedrich Steiniz, einen tapferen Kämpfer und Gelehrten und Schriftsteller aus dem Abendland, der vieles weiß und hier noch viel mehr lernen und erfahren möchte. Begleitet wird er von seiner Frau Liselotte, einer erfahrenen Ärztin. Ich selbst bin Sir Henry Douglas, Forschungsreisender auf der Suche nach Wissen und Erkenntnissen.« Unser Gastgeber antwortete: „Es freut uns, dass Ihr hierher gefunden habt. Über diesen Weg, den geheimen Fluss, ist nach Hadramaut seit Jahrhunderten niemand mehr gekommen. Doch nun erlaubt, dass ich uns vorstelle: Ich bin Rohabu sayyod, der Dekan der Fakultät des Wassers. Dies hier sind Yayg sayyod und sein Schüler Yagán

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