Chapter

Iv Tod Und Wahnsinn

# IV. Tod und Wahnsinn Nach einer sehr unruhigen Nacht und einem erquickenden und ausgiebigen Frühstück fanden wir uns alle in der Bibliothek ein. Wir verteilten uns und nahmen uns jeweils ein Regal mit Schriften vor. „Oh, my god“, rief Sir Henry plötzlich aus. „Die Rolle, die Schriftrolle!“ Wir alle drehten uns zu ihm um, er war aufgesprungen und zeigte auf ein Regal. Eine Rolle war nach vorne geschoben und ragte soweit heraus, dass sie jeden Moment herunterfallen konnte. „Ein letzter Hinweis unseres letzten Wächters!“, flüsterte Rohabu ham. Wir kamen gleichzeitig vor dem Regal zu stehen. „Nikolas Flamel“, las sie die Überschrift auf de Rolle, es war ein Verzeichnis der Bücher auf diesem Regalbrett. Ich musste einen Moment überlegen. „War das nicht der Alchemist, dem man nachgesagt hat, er habe den Stein der Weisen und das Elixier des Lebens geschaffen? Wieso habt ihr ein ganzes Brett voll mit seinen Schriften?“ fragte ich die Dekanin. „Weil das Werk des Flamellus in unserer Erforschung der materia prima eine wesentliche Rolle spielt. Wenn man bestimmten Aufzeichnungen glauben darf, lebte er von 1298 bis 1418, ist also 120 Jahre alt geworden! Vielleicht hat er wirklich das Wasser des Lebens geschaffen. Er erforschte die materia prima, die man angeblich benötigt, um den Stein der Weisen herzustellen. Und er starb sehr reich, als einziger Alchimist, soweit bekannt, so dass

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