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Der gestohlene Wind

Fantasy Quests ab 6 Jahren 3 Kapitel1.195 Wörter ~6 Min. Lesezeit 🤖 KI-generiert
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Über diese Geschichte

Seit drei Wochen weht in der Hafenstadt Saltgate kein Wind mehr. Die Fischerboote liegen still. Die Mühle steht still. Pia ist elf, sie wohnt hinter der Mühle, und sie hat etwas bemerkt, das die Erwachsenen übersehen haben.

Kapitel

Drei Wochen Stille

Seit drei Wochen hatte in Saltgate kein Wind geweht.

Das war noch nie passiert. Das sagten die Erwachsenen. Die Mühle — die auf den Wind angewiesen war — stand still. Die Fischerboote lagen an ihren Vertäuungen, die Segel schlaff herunterhängend. Der Hafen hatte ein seltsames totes Blau, wie ein Spiegel, der vergessen hatte, wofür er da war.

Die Erwachsenen stritten darüber. Manche sagten, es sei das Wetter. Manche sagten, es sei eine stehende Hochdrucklage. Manche sagten, es sei ein Zeichen.

Pia war elf. Sie wohnte in dem kleinen Haus hinter der Mühle, wo der Hintergarten den Hang der Dünen hinauflief. Sie war mit dem Wind aufgewachsen. Sie kannte sein Wetter. Sie kannte seine Stimmungen.

Das war nicht der Wind, der fehlte. Das war etwas anderes.

Der Wind, dachte Pia, war nicht weggegangen. Der Wind war genommen worden.

Das war die Sorte Idee, die eine Elfjährige leicht vertreten kann, die aber kein Erwachsener akzeptieren wird. Pia bemühte sich nicht, es jemandem zu erzählen.

Stattdessen tat sie das, was sie immer tat, wenn sie eine Frage hatte: Sie ging spazieren.

Sie ging die Dünen entlang. Sie ging den Klippenpfad entlang. Sie ging um den Hafen. Sie hörte zu.

Sie hatte eine Theorie, die sie nicht ganz erklären konnte. Die Theorie war, dass der Wind, wie alles andere auch, irgendwo herkommen und irgendwo hingehen musste. Wenn er nicht kam, hielt ihn etwas zurück.
Am dritten Nachmittag ihres Spazierens fand sie etwas Seltsames.

Am hinteren Ende der Dünen, in einer Mulde zwischen zwei der höchsten Hügel, stand ein Zelt.

Das Zelt war alt, aus Leder, verwittert. An seiner Vorderseite war eine lange Kette aus Glöckchen gespannt. Die Glöckchen läuteten nicht. Sie hätten läuten müssen — angesichts der Lage hätte es ein ständiges Klingeln geben müssen.

Pia stand am Rand der Mulde und horchte.

Die Glöckchen waren irgendwie vollkommen still. Das Gras um das Zelt herum war vollkommen still. Es gab einen winzigen Ring um das Zelt — etwa zehn Schritte breit — wo alles so still war wie das Innere eines verschlossenen Glases.

Außerhalb dieses Rings war die Luft — nicht stürmisch, aber luftförmig. Das Gras bewegte sich.

Innerhalb des Rings bewegte sich nichts.

Pia setzte sich auf den Rand der Mulde. Sie beobachtete das Zelt lange.

Nach etwa einer Stunde kam ein alter Mann aus dem Zelt. Er trug einen langen grauen Mantel und einen blauen Schal. Er trug einen kleinen Tonkrug.

Er sah auf. Er sah sie.

Er sagte: „Aha."

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Kapitel

  1. 1 Drei Wochen Stille
  2. 2 Ein Mann Der Winde Nimmt
  3. 3 Einen Wind Loslassen

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