Schreibwettbewerbe Kurzgeschichten 2026: Fristen und Chancen

Schreibwettbewerbe Kurzgeschichten 2026: Fristen und Chancen

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Fiction

Schreibwettbewerbe Kurzgeschichten 2026: Fristen und Chancen

Die wichtigsten Kurzgeschichten-Wettbewerbe 2026, die jetzt offen sind, sind der Autorenkreis-Ruhr-Mark-Literaturwettbewerb, der Kurzgeschichtenwettbewerb Havelland, der VFR-SF-Wettbewerb, „Sound der Finsternis“ und der Walter-Serner-Preis. Die knappste Frist läuft am 15. Juni 2026 beim Autorenkreis Ruhr-Mark ab, danach folgt Havelland am 30. Juni. Alle Details zu Themen, Textlängen und Einreichungswegen finden Sie im Abschnitt „Detaillierte Wettbewerbsübersicht“. Prüfen Sie jetzt beim jeweiligen Veranstalter das genaue Einsendeformat, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen.


Kurz gesagt:

  • Für den Walter-Serner-Preis ist eine Bewerbung nur mit Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg bis zum 12. Oktober möglich, mit einem Preisgeld von 4.000 Euro.
  • Der VFR-Wettbewerb ist offen für alle, erfordert eine rechtzeitige E-Mail-Zustellung via Outlook, da der Empfangszeitstempel maßgeblich ist.
  • Der Autorenkreis Ruhr-Mark schließt KI-generierte Texte ausdrücklich aus, während andere Wettbewerbe das Arbeiten mit Schreibassistenten unterschiedlich handhaben.
  • Regionaler Bezug ist beim Havelland-Wettbewerb eine Grundvoraussetzung, wählbar für Jugendliche durch explizite Altersregelungen.
  • Wer sofort Lesern erreichen will, kann Texte auf Plattformen wie Outastory veröffentlichen, ohne auf Juryentscheidungen warten zu müssen.

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Inhaltsverzeichnis

Kurzüberblick: Diese Kurzgeschichten-Wettbewerbe 2026 lohnen sich

Sieben Ausschreibungen bilden 2026 das Rückgrat der deutschsprachigen Wettbewerbslandschaft für Kurzgeschichten. Manche richten sich an ein bundesweites Publikum, andere sind an einen Wohnsitz oder ein Genre gebunden. Wer seine Zeit sinnvoll einteilen will, sollte zuerst diese Übersicht durchgehen, bevor er sich in die vollständigen Teilnahmebedingungen vertieft.

  • Walter-Serner-Preis 2026: Nur für Autorinnen und Autoren mit Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg, Einsendeschluss 12. Oktober, Preisgeld bis 4.000 €.
  • VFR SF-Kurzgeschichtenwettbewerb: Offen für alle, Fokus auf Science-Fiction, Frist 31. Juli, entscheidend ist der Empfangszeitstempel von Microsoft Outlook.
  • Autorenkreis Ruhr-Mark Literaturwettbewerb: Offen für alle, Kategorien Prosa und Lyrik, Frist 15. Juni, KI-Texte ausdrücklich nicht zugelassen.
  • Kurzgeschichtenwettbewerb Landkreis Havelland: Regionaler Bezug verpflichtend, Frist 30. Juni, Minderjährige benötigen die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.
  • zeilen.lauf Kurzgeschichten- und Lyrikbewerb: Offen für alle, österreichischer Veranstalter, Frist 23. August, gestaffeltes Preisgeld ab 500 € für Platz eins.
  • „Sound der Finsternis“ (muc Verlag): Horror und Mystery, Frist 1. Oktober, Preis ist die Veröffentlichung in einer Anthologie statt Geld.
  • Grusel-Wusel-Wettbewerb: Themenschwerpunkt Grusel und Fantastik, richtet sich an ein breiteres Einsteigerpublikum, Details variieren je Jahrgang und sollten direkt beim Veranstalter geprüft werden.

Bei der Eignung zählt vor allem eines: Wohnsitz und Genre entscheiden oft schon vor der Textqualität, ob eine Einreichung überhaupt zulässig ist. Der Walter-Serner-Preis etwa ist ohne Berliner oder Brandenburger Meldeadresse gar nicht erst zugänglich, wie die Ausschreibung von radio3 und dem Literaturhaus Berlin klarstellt. Havelland verlangt einen inhaltlichen Bezug zur Region, nicht nur einen Wohnsitz dort.

Bei den Preisen lohnt sich ein zweiter Blick auf die Form. Manche Wettbewerbe zahlen bar, andere honorieren mit Veröffentlichung, was für die eigene Bibliografie oft ebenso wertvoll ist. „Sound der Finsternis“ etwa vergibt keinen Geldpreis, dafür einen festen Platz in der Anthologie des muc Verlags. Wer beides sucht, Preisgeld und Sichtbarkeit, findet beim Autorenkreis Ruhr-Mark eine Kombination aus gestaffeltem Preisgeld und Aufnahme in eine Sammlung.

Ein Punkt zieht sich durch fast alle aktuellen Ausschreibungen: die Klausel gegen künstliche Intelligenz. Sowohl der Autorenkreis Ruhr-Mark als auch der muc Verlag schließen KI-generierte Texte explizit aus. Wer mit Schreibassistenten arbeitet, sollte genau lesen, wie weit die jeweilige Formulierung reicht, denn manche Veranstalter meinen reine KI-Texte, andere auch KI-unterstützte Überarbeitung.

Detaillierte Wettbewerbsübersicht: Faktenblätter zu jeder Ausschreibung

Jede Ausschreibung hat ihre eigene Logik, ihre eigene Formvorschrift und ihre eigene Falle. Die folgenden Faktenblätter fassen zusammen, was für eine erfolgreiche Teilnahme 2026 wirklich zählt.

Walter-Serner-Preis 2026

Der mit 4.000 € dotierte Hauptpreis macht den Walter-Serner-Preis zu einer der finanziell attraktivsten Ausschreibungen im deutschsprachigen Raum, allerdings mit einer harten regionalen Grenze.

  • Thema: frei, literarischer Anspruch im Sinne der Kurzprosa-Tradition Walter Serners.
  • Einsendeschluss: 12. Oktober 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: nur Personen mit Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg.
  • Preis: 4.000 € für den ersten Platz, jeweils 500 € für die weiteren Platzierungen.
  • Veranstalter: radio3 vom rbb gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin.
  • Einreichungsweg: Details zum genauen Format regelt die offizielle Ausschreibung, eine Anmeldung über die dort genannten Kontaktwege ist verbindlich.
  • Anonymität: Bewertungsverfahren bei Literaturpreisen dieser Größenordnung laufen häufig anonymisiert. Wer sich unsicher ist, ob Metadaten im Dateinamen oder im Dokument selbst den Namen verraten, sollte laut den Teilnahmehinweisen zum Preis vor dem Versand prüfen, ob Word- oder PDF-Metadaten den Autorennamen enthalten.

Wer nicht in Berlin oder Brandenburg wohnt, kann sich die Bewerbung sparen. Das mag hart klingen, erspart aber unnötigen Aufwand für einen Text, der ohnehin nicht in die Wertung kommt.

VFR SF-Kurzgeschichtenwettbewerb 2026

Der Verein zur Förderung der Raumfahrt schreibt einen Wettbewerb aus, der sich explizit an Science-Fiction-Autorinnen und -Autoren richtet, unabhängig vom Wohnort.

  • Thema: Science-Fiction im weiteren Sinn, Raumfahrt-Bezug ist willkommen, aber nicht zwingend vorgeschrieben.
  • Einsendeschluss: 31. Juli 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: offen für alle, keine regionale Einschränkung.
  • Preis: Details zur genauen Preishöhe stehen in der Originalausschreibung des Vereins.
  • Einreichungsweg: elektronischer Versand, wobei der Verein ausdrücklich den von Microsoft Outlook angezeigten Empfangszeitstempel als maßgeblich für die Fristwahrung erklärt.
  • Formale Falle: Wer seine E-Mail über ein anderes Programm versendet oder wessen Provider die Zustellung verzögert, kann trotz rechtzeitigem Absenden zu spät ankommen. Der Empfangszeitpunkt zählt, nicht der Sendezeitpunkt.

Diese Outlook-Regelung ist einer der konkretesten Stolpersteine im gesamten Wettbewerbsjahr. Wer am letzten Tag um 23:50 Uhr abschickt und der Server braucht sieben Minuten, ist raus.

Autorenkreis Ruhr-Mark Literaturwettbewerb 2026

Mit der frühesten Frist im Kalenderjahr eröffnet der Autorenkreis Ruhr-Mark die Saison und verlangt gleichzeitig eine der klarsten KI-Ausschlussklauseln.

  • Thema: frei, zwei getrennte Kategorien für Prosa und Lyrik.
  • Einsendeschluss: 15. Juni 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: offen für alle, keine regionale Beschränkung genannt.
  • Preis: gestaffeltes Preisgeld je Kategorie, 300 € für Platz eins, 200 € für Platz zwei, 100 € für Platz drei.
  • KI-Klausel: mit KI generierte Texte sind ausdrücklich nicht zugelassen.
  • Einreichungsweg: Angaben zum Format finden sich in der Originalausschreibung des Autorenkreises.

Wer sowohl Prosa als auch Lyrik schreibt, kann theoretisch in beiden Kategorien antreten, sollte aber vorher in der Ausschreibung klären, ob Mehrfacheinreichungen pro Person erlaubt sind.

Kurzgeschichtenwettbewerb Landkreis Havelland 2026

Der Landkreis Havelland veranstaltet seinen Kurzgeschichtenwettbewerb 2026 erstmals mit einem klaren regionalen Anspruch, der über den bloßen Wohnsitz hinausgeht.

  • Thema: Der eingereichte Text muss einen inhaltlichen Bezug zur Region Havelland aufweisen, ein Ortsname allein reicht dafür meist nicht.
  • Einsendeschluss: 30. Juni 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: Teilnehmende unter 18 Jahren benötigen die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.
  • Preis: 250 € für den ersten Platz, 200 € für den zweiten, 150 € für den dritten.
  • Einreichungsweg: Das PDF-Dokument des Landkreises listet die genauen Formvorgaben, darunter vermutlich Angaben zu Dateiformat und Kontaktadresse.
  • Besonderheit: Diese Ausschreibung eignet sich gut für Jugendliche und junge Erwachsene, weil die Verwaltung explizit an Erziehungsberechtigte denkt, was auf eine offene Altersstruktur hindeutet.

Der regionale Bezug ist hier kein Bonuspunkt, sondern eine Grundvoraussetzung. Ein Text ohne jeden Havelland-Bezug fällt vermutlich schon in der ersten Sichtung durch.

zeilen.lauf Kurzgeschichten- und Lyrikbewerb 2026

Der österreichische Veranstalter zeilen.lauf bringt eine willkommene Ergänzung ins Feld, gerade weil die Ausschreibung Prosa und Lyrik gleichzeitig bedient.

  • Thema: frei, sowohl Kurzgeschichten als auch Gedichte sind zugelassen.
  • Einsendeschluss: 23. August 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: offen für alle, allerdings mit österreichischem Veranstalter, weshalb Teilnehmende aus Deutschland die genauen Bedingungen zu Rechten und Steuern beim Preisgeld prüfen sollten.
  • Preis: 500 € für den ersten Platz, weitere Preisgelder gestaffelt darunter.
  • Einreichungsweg: Details zum Format nennt die Webseite des Veranstalters direkt.

Wer bereits Erfahrung mit dem Autorenkreis Ruhr-Mark gesammelt hat, findet bei zeilen.lauf eine ähnliche Doppelkategorie-Struktur, nur eben mit österreichischem Recht im Hintergrund.

„Sound der Finsternis“ (muc Verlag) 2026

Wer Horror oder Mystery schreibt, findet in „Sound der Finsternis“ als eine der besten dystopischen Kurzgeschichten eine der wenigen genau darauf zugeschnittenen Ausschreibungen im deutschsprachigen Markt.

  • Thema: Horror und Mystery, der Titel gibt die düstere Grundstimmung vor.
  • Einsendeschluss: 1. Oktober 2026.
  • Teilnahmeberechtigung: offen für alle.
  • Preis: Veröffentlichung in einer Anthologie, kein Geldpreis. Wer bestellt, erhält laut Verlag außerdem einen Rabatt.
  • KI-Klausel: KI-generierte Texte sind ausgeschlossen.
  • Rechte: Eine Aufnahme in eine Anthologie bedeutet meist die Einräumung von Nutzungsrechten für diese Publikation. Wie weit diese Rechte reichen, sollte vor der Einreichung genau in den Teilnahmebedingungen des muc Verlags nachgelesen werden, denn eine Aufnahme kann Folgen für eine spätere Eigenveröffentlichung desselben Textes haben.

Grusel-Wusel-Wettbewerb 2026

Der Grusel-Wusel-Wettbewerb taucht regelmäßig in Aggregator-Listen wie kreativ-schreiben-lernen.de auf und richtet sich an ein breiteres, eher einsteigerfreundliches Publikum mit Fokus auf Grusel- und Fantastikthemen. Die genauen Bedingungen zu Frist, Preisgeld und Format ändern sich von Jahrgang zu Jahrgang, weshalb ein Blick auf die aktuelle Ausschreibung des Veranstalters vor der Einreichung Pflicht ist. Wer thematisch zwischen Horror und leichter Fantastik pendelt, findet hier oft eine niedrigere Einstiegshürde als bei etablierten Literaturpreisen.

Teilnahmebedingungen, Rechte und Formvorgaben: Was 2026 über Erfolg entscheidet

Ein literarisch starker Text scheitert erschreckend oft nicht am Inhalt, sondern an Formalien. Wer die folgenden Punkte vorher klärt, spart sich eine Enttäuschung nach Fristende.

  1. Prüfen Sie, ob Ihr Text als „veröffentlicht“ gilt. Viele Veranstalter schließen bereits veröffentlichte Texte aus. Ein Text, der auf einer Plattform online zugänglich ist, gilt in solchen Fällen häufig als veröffentlicht und damit als nicht mehr teilnahmeberechtigt, selbst wenn nie ein Verlag beteiligt war. Klären Sie das vor dem Hochladen eines neuen Textes, nicht danach.
  2. Unterscheiden Sie einfache von ausschließlichen Nutzungsrechten. Ein einfaches Nutzungsrecht erlaubt dem Veranstalter, Ihren Text zu drucken oder online zu stellen, ohne dass Sie selbst die Rechte verlieren. Ein ausschließliches Recht kann bedeuten, dass Sie den Text danach nirgendwo anders mehr veröffentlichen dürfen, zumindest für eine bestimmte Zeit. Lesen Sie diesen Absatz der Teilnahmebedingungen zweimal.
  3. Nehmen Sie KI-Klauseln wörtlich. Formulierungen unterscheiden sich deutlich zwischen den Veranstaltern. Manche schließen ausschließlich vollständig KI-generierte Texte aus, andere formulieren strenger und schließen auch KI-unterstützte Überarbeitung ein. Zitieren Sie die genaue Formulierung aus den Teilnahmebedingungen für sich selbst, statt sich auf eine allgemeine Erinnerung zu verlassen.
  4. Sorgen Sie für echte Anonymität, wenn ein Blindverfahren gefordert ist. Word- und PDF-Dateien speichern Autorennamen oft in den Metadaten, selbst wenn der Name im sichtbaren Text fehlt. Ein anonymisiertes Verfahren verlangt, dass diese Metadaten vor dem Versand entfernt werden, sonst droht ein formaler Ausschluss trotz gutem Text.
  5. Halten Sie sich strikt an technische Vorgaben. Dateiformat, maximale Zeichenzahl oder Normseiten, korrekter Betreff und erlaubte Anhänge unterscheiden sich von Ausschreibung zu Ausschreibung. Eine falsche Dateiendung oder ein fehlender Betreff kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die E-Mail im Spam-Ordner der Jury landet.

Profi-Tipp: Legen Sie sich für jeden Wettbewerb eine eigene, kurze Checkliste an, bevor Sie überhaupt zu schreiben beginnen. Wer erst nach Fertigstellung des Textes merkt, dass eine Veröffentlichung auf der eigenen Plattform die Teilnahme ausschließt, hat wertvolle Zeit verloren.

Anonymisierte Bewertungsverfahren sind bei Literaturpreisen kein Detail am Rande, sondern oft ein zentrales Qualitätsversprechen der Jury gegenüber allen Teilnehmenden. Eine Blindjury soll verhindern, dass bekannte Namen einen Vorteil gegenüber unbekannten Autorinnen und Autoren haben. Genau deshalb reagieren viele Veranstalter streng, wenn versehentlich der Name im Dateinamen oder in der Kopfzeile auftaucht.

Praktische Einreichungstipps und Zeitplanung für 2026

Wer erst am Tag der Frist mit dem letzten Feinschliff beginnt, hat sich selbst ein unnötiges Risiko eingebaut. Ein fester Zeitplan schützt sowohl vor Textfehlern als auch vor technischen Pannen.

  • Etwa zwei Wochen vor der Frist: Lektorat abschließen, den Text laut vorlesen oder von einer zweiten Person lesen lassen.
  • Etwa eine Woche vorher: letzte Korrekturrunde, gezielt auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und einheitliche Formatierung achten.
  • 48 Stunden vorher: PDF oder Word-Dokument final erzeugen, Metadaten prüfen und bei anonymisierten Verfahren entfernen, Dateiname neutral wählen, etwa nach einem Kürzel statt dem eigenen Namen.
  • 24 Stunden vorher: Testmail an sich selbst oder eine vertraute Person senden, um sicherzustellen, dass Anhänge korrekt ankommen und keine Formatfehler entstehen.
  • Am Einsendetag selbst: die eigentliche Bewerbung verschicken, keinesfalls erst in den letzten Stunden vor Fristablauf.

Der Puffer von 24 Stunden ist kein übertriebener Sicherheitswahn, sondern eine direkte Reaktion auf Regelungen wie die des VFR SF-Wettbewerbs, der ausdrücklich den Empfangszeitstempel von Outlook als verbindlich erklärt. Wer erst wenige Minuten vor Mitternacht abschickt, überlässt die Fristwahrung dem Zufall eines E-Mail-Servers.

Eine Checkliste für den Mailversand selbst spart zusätzlich Nerven. Betreff exakt nach Vorgabe formulieren, alle geforderten Anlagen im richtigen Format beifügen, eine kurze Begleitinfo mit Titel und gegebenenfalls Wortzahl ergänzen und, falls verlangt, eine knappe Kurzbiografie separat vom eigentlichen Text anhängen, damit das anonymisierte Manuskript sauber bleibt.

Kurzgeschichte sofort veröffentlichen statt auf eine Jury warten

Ausschreibungen wie der Walter-Serner-Preis oder der Autorenkreis-Ruhr-Mark-Wettbewerb sind wertvoll, doch sie kosten Zeit. Zwischen Einsendeschluss und Ergebnis liegen oft Monate, in denen ein fertiger Text einfach in der Schublade wartet.

Outastory

Es gibt Plattformen, auf denen sich Kurzgeschichten in wenigen Minuten veröffentlichen lassen, kostenlos lesbar für alle und zusätzlich als Hörbuch anhörbar, wahlweise mit professionell produzierten Stimmen oder der eigenen Stimme der Autorin oder des Autors. Genre-Vielfalt von Fantasy und Romantasy über Krimi und Thriller bis Horror findet dort ebenso Platz wie ein eigener Kinderbereich mit Gute-Nacht-Geschichten. Wer eine längere Idee hat, kann sie kapitelweise als Fortsetzungsgeschichte erscheinen lassen, statt auf einen einzigen fertigen Text zu warten.

Für wen ist das sinnvoll? Für alle, die nicht monatelang auf eine Jury-Entscheidung warten wollen, sondern lieber sofort Leserinnen und Leser erreichen. Über eine Umsatzbeteiligung von 8 % an den Einnahmen der eigenen Geschichten profitieren Autorinnen und Autoren direkt von ihrer Reichweite, wie die Seite für Sprecherinnen und Autoren erläutert. Wer noch mehr aus seiner Veröffentlichung herausholen möchte, findet auf der Seite zur Premium-Mitgliedschaft weitere Funktionen für Leserinnen und Leser. Ein Wettbewerb schließt eine Veröffentlichung auf Outastory übrigens nicht automatisch aus, entscheidend ist immer die konkrete Formulierung in den jeweiligen Teilnahmebedingungen, weshalb sich ein Blick in den Leitfaden zu Schreibwettbewerben lohnt, bevor Sie einen Text doppelt einsetzen.

Kurzgeschichte sofort veröffentlichen statt auf eine Jury warten — overview diagram

Quellen

Die folgenden Direktlinks führen zu den verbindlichen Teilnahmebedingungen der genannten Wettbewerbe. AGB und Ausschreibungstexte der Veranstalter gehen jeder Zusammenfassung vor.

FAQ

Gibt es 2026 einen Schreibwettbewerb für Kurzgeschichten?

Ja, mehrere. Der Autorenkreis Ruhr-Mark, der Landkreis Havelland, der VFR-Verein, der muc Verlag und der Walter-Serner-Preis schreiben 2026 jeweils eigene Kurzgeschichten-Wettbewerbe mit unterschiedlichen Fristen zwischen Juni und Oktober aus.

Gibt es 2026 Ausschreibungen speziell für Kurzgeschichten mit Genre-Bezug?

Ja, „Sound der Finsternis“ richtet sich gezielt an Horror- und Mystery-Texte, der VFR-Wettbewerb an Science-Fiction. Beide Ausschreibungen sind offen für Teilnehmende ohne regionale Einschränkung.

Welche Ausschreibungen hat der Schreiblust Verlag aktuell?

Zu aktuellen Ausschreibungen des Schreiblust Verlags liegen hier keine verbindlichen Angaben vor. Prüfen Sie für aktuelle Informationen direkt die Webseite des Verlags oder Aggregator-Listen wie kreativ-schreiben-lernen.de.

Gibt es einen Schreibwettbewerb mit Preisgeld?

Ja, der Walter-Serner-Preis zahlt bis zu 4.000 € für den ersten Platz, der Autorenkreis Ruhr-Mark bis zu 300 € pro Kategorie und der Landkreis Havelland bis zu 250 €. Wer stattdessen sofort veröffentlichen möchte, statt auf ein Jury-Ergebnis zu warten, kann seine Geschichte kostenlos auf Outastory einstellen und über die Umsatzbeteiligung an den Einnahmen teilhaben.

Wie kann ich meine Kurzgeschichte anonymisieren, bevor ich sie einreiche?

Entfernen Sie vor dem Versand alle Metadaten aus Word- oder PDF-Dokumenten, in denen häufig automatisch Ihr Name gespeichert wird, und wählen Sie einen neutralen Dateinamen ohne Ihren Namen. Diese Maßnahme ist besonders wichtig, wenn ein Veranstalter ein anonymisiertes Bewertungsverfahren mit Blindjury vorschreibt.

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