Es gibt Wochen, in denen man ein großes neues Feature bauen kann — und es gibt Wochen, in denen man das Haus, das schon steht, endlich richtig bewohnbar macht. Diese war die zweite Sorte. Kein einziger spektakulärer neuer Knopf, dafür lauter Dinge, die du sofort merkst: Seiten, die aufgehen, statt sich aufzubauen. Ein Kaufweg, der endlich dort liegt, wo du ihn suchst. Eine neue Plattform. Und ein Lesefehler, den uns jemand gemeldet hat, den wir selbst nie bemerkt hätten.
Das Wichtigste: OutaStory ist spürbar schneller geworden
Wenn du in den letzten Tagen die Startseite geöffnet hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass sie sich anders anfühlt. Nicht „hübscher“ — schneller. Das war die größte Einzelarbeit dieser Woche, und sie steckt fast vollständig unter der Oberfläche.
Wir haben uns die Startseite von außen angesehen, so wie ein Handy sie sieht, das gerade in der Bahn im schlechten Netz hängt. Das Ergebnis war ernüchternd und lehrreich zugleich: Die Seite war nicht langsam, weil sie viel tut — sie war langsam, weil sie viel mitschleppt. Also haben wir aufgeräumt:
- Bilder, die zur Bildschirmgröße passen. Ein Handy lädt jetzt eine Cover-Variante für Handys statt einer für große Bildschirme. Titelbilder und Profilbilder werden in einem modernen, deutlich sparsameren Format ausgeliefert. Das allein spart auf der Startseite den größten Teil des Datenvolumens.
- Weniger Hin und Her. Der Katalog auf der Startseite kommt jetzt in einer fertig zusammengestellten Lieferung vom Server, statt in vielen kleinen Nachfragen. Für dich heißt das: Die Regale sind da, wenn die Seite da ist — statt nacheinander einzutrudeln.
- Nur laden, was gebraucht wird. Diagramme, Fehlerberichterstattung und Ähnliches werden nicht mehr auf jeder Seite mitgeladen, sondern erst, wenn sie wirklich gebraucht werden.
- Kleiner über die Leitung. Inhalte werden komprimiert ausgeliefert, unser Stylesheet wurde eingedampft, und statische Dateien liegen jetzt näher bei dir, statt jedes Mal den weiten Weg zu nehmen.
- Kategorien in Etappen. Die langen Kategorie-Abschnitte auf der Startseite laden jetzt portionsweise nach, statt alles auf einmal aufzubauen.
Nichts davon ist ein Feature, über das man ein Video dreht. Aber es ist der Unterschied zwischen „ich schaue schnell rein“ und „ich schaue später nochmal“. Und das ist genau der Unterschied, der zählt.
OutaStory ist jetzt im Mac App Store
Seit dieser Woche gibt es OutaStory auch als native Mac-App — direkt aus dem Mac App Store, mit eigenem Fenster, eigenem Icon und ohne Browser drumherum. Damit sind wir jetzt an fünf Orten zu Hause:
- Web — www.outastory.com, überall
- Android — Google Play
- Windows — Microsoft Store
- Fire-Tablets — Amazon Appstore
- Mac — Mac App Store (neu)
Die iPhone- und iPad-Fassungen sind weiter in der Prüfung bei Apple. Nebenbei haben wir dort auch die Anmeldung aufgeräumt: Auf Apple-Geräten steht „Mit Apple anmelden“ jetzt an erster Stelle, weil das der Weg ist, den Menschen auf einem iPhone erwarten — und weil Apple das auch so möchte.
Premium lässt sich jetzt direkt in der Android-App abschließen
Das ist eine dieser Kleinigkeiten, die eigentlich keine ist. Bisher konntest du Premium zwar überall nutzen, aber der Abschluss lief immer über den Umweg Web-Bezahlseite. In der Android-App kannst du Premium ab jetzt direkt abschließen — über den Bezahlweg, den dein Gerät ohnehin kennt, mit der Zahlungsart, die dort schon hinterlegt ist, und mit der Verwaltung an der Stelle, an der du deine anderen Abos auch verwaltest.
Für alle, die Premium bereits über die Website haben: Es ändert sich nichts. Dein Zugang gilt weiter auf allen Geräten, verwaltet wird er weiterhin dort, wo du ihn abgeschlossen hast.
Ein Autor hat uns einen Fehler gezeigt, den wir nie gesehen hätten
Diese Geschichte erzähle ich besonders gern, weil sie zeigt, wofür Rückmeldungen da sind.
Ein Autor hat seine erste Geschichte veröffentlicht und uns danach geschrieben: Im Text stünden Leerzeichen, die er nie eingegeben hat. Und am Seitenende werde die letzte Zeile nicht vollständig gefüllt. Seine Vermutung: Das Layout sollte doch bitte genau so gespeichert werden, wie er es eingegeben hat.
Er hatte in allen drei Punkten recht — und, was uns selbst überrascht hat: Beide Beobachtungen hatten dieselbe Ursache, ein einziges unsichtbares Zeichen.
Schreibfelder im Browser speichern ein getipptes Leerzeichen unter bestimmten Umständen als sogenanntes „geschütztes Leerzeichen“ — besonders am Zeilenende, bei zwei Leerzeichen hintereinander, und praktisch immer, wenn Text aus einem Textverarbeitungsprogramm eingefügt wird. So ein Zeichen sieht aus wie ein Leerzeichen, verhält sich aber nicht so: Der Zeilenumbruch darf dort nicht stattfinden. Daher die Abstände, die nie jemand getippt hat — und die zu kurze letzte Zeile, weil unsere Seitenaufteilung an genau diesen Stellen nicht umbrechen konnte und die Seite zu früh beendet hat.
Behoben ist das jetzt an der Stelle, an der der Text angezeigt wird. Das ist wichtig: Damit werden auch bereits veröffentlichte Geschichten automatisch mit repariert — niemand muss etwas neu eintippen oder erneut hochladen. Zusätzlich merkt die Plattform ab sofort selbst, wenn ein Kapitel davon betroffen ist, damit wir so etwas finden, bevor es jemand meldet.
Falls du dich je gefragt hast, ob so eine Mail etwas bringt: Ja. Sehr.
Für alle, die schreiben
Aus einer veröffentlichten Geschichte einen Fortsetzungsroman machen. Bisher musstest du dich beim Veröffentlichen entscheiden: einzelne Geschichte oder Fortsetzungsroman. Wer sich später anders entschied, saß fest. Ab jetzt lässt sich eine bereits veröffentlichte Geschichte nachträglich in einen Fortsetzungsroman umwandeln — Kapitel für Kapitel, mit Abo und Benachrichtigung für deine Leser:innen.
Ein Veröffentlichungs-Weg, der nicht mehr sackgasst. Es gab eine Konstellation, in der jemand nicht veröffentlichen konnte — und das Feld, mit dem man es hätte reparieren können, war ausgegraut. Beides ist behoben.
Deine Geschichten wieder lesbar in der Übersicht. Auf großen Bildschirmen hatte die Knopfleiste in „Meine Geschichten“ die Titelspalte auf null zusammengedrückt — die Titel waren schlicht nicht mehr zu sehen. Auch das ist repariert.
Für alle, die lesen
Die 16+-Sperre erklärt sich jetzt. Wer ohne hinterlegtes Geburtsdatum eine Geschichte ab 16 aufrief, bekam bisher eine „Seite nicht gefunden“-Meldung. Das war nicht nur unhöflich, sondern schlicht falsch: Die Geschichte gibt es ja. Ab sofort erklärt die Seite, warum sie gerade nicht sichtbar ist und was zu tun ist.
Keine Werbung mehr auf gespiegelten Klassikern. Ein großer Teil unseres Katalogs sind frei verfügbare deutschsprachige Klassiker, die wir gespiegelt haben. Auf diesen Texten zeigen wir ab sofort keine Werbung mehr. Das ist eine Frage des Anstands: Wer einen gemeinfreien Text liest, den wir nicht selbst hervorgebracht haben, soll dafür nicht mit Werbeplätzen bezahlen.
Alte Links funktionieren wieder. Adressen aus der Frühzeit der Plattform, die noch eine Sprachkennung im Pfad trugen, führten ins Leere. Sie leiten jetzt sauber weiter, statt eine Fehlerseite zu zeigen.
Zahlen zum Stand
- Fünf Plattformen — Web, Android, Windows, Fire-Tablets und ab dieser Woche Mac. iPhone und iPad sind in Prüfung.
- Über 8.000 Geschichten im Katalog, auf Deutsch und Englisch, viele davon als Hörfassung.
- Sechs Veröffentlichungen in dieser Woche — ungewöhnlich dicht, weil viele der Verbesserungen klein genug waren, um sofort zu dir zu kommen.
- Ein Autoren-Hinweis, der zwei Fehler auf einmal gefunden hat.
Was als nächstes kommt
Zwei Dinge stehen ganz oben. Erstens: iPhone und iPad — die Prüfung läuft, und wir hoffen, beim nächsten Mal etwas Endgültiges berichten zu können. Zweitens: Wir bleiben beim Tempo. Die Startseite war der offensichtlichste Ort, aber sie ist nicht der einzige; die Lese-Ansicht und der Katalog bekommen dieselbe Behandlung.
Und ansonsten gilt weiter, was diese Woche so schön bewiesen hat: Erzähl uns, was komisch aussieht. Auch — gerade — wenn es kleinlich wirkt. Das mit den Leerzeichen hätten wir ohne diese eine Mail vermutlich noch monatelang nicht bemerkt.
Danke fürs Lesen, fürs Schreiben und fürs Hinschauen.
