Drei Wochen seit der letzten Ausgabe, und wenn man sie in einem Satz zusammenfassen müsste, dann so: OutaStory merkt sich jetzt, was du liest und hörst, sagt dir beim Veröffentlichen immer, ob es geklappt hat, und gibt Fortsetzungsgeschichten Folge für Folge eine Stimme. Dazu kommt ein Katalog, den wir gründlich aufgeräumt haben, Apps, die auf iPhone und iPad nicht mehr hängen bleiben, ein Windows-Programm, aus dem man wieder veröffentlichen kann, und eine ganze Reihe kleiner Dinge, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen — der Geburtstagsgruß zum Beispiel.
Vieles davon ist entstanden, weil jemand von euch uns geschrieben hat: „Da passiert nichts“, „Die Seite bleibt leer“, „Die App friert ein“. Wir haben jedem dieser Sätze nachgespürt, bis wir die Ursache hatten. Diese Ausgabe erzählt, was dabei herausgekommen ist.
Die fünf Dinge, um die es vor allem geht:
- Meine Bibliothek: Jede Geschichte, die du gelesen oder gehört hast, steht an einem Ort — mit Lese- und Hörfortschritt in derselben Zeile.
- Veröffentlichen sagt immer Bescheid. Jede Veröffentlichung wird bestätigt, und wer eine Fortsetzungsgeschichte schreibt, wird direkt zur nächsten Folge geführt.
- Jede neue Folge kann ihre eigene Hörfassung bekommen — automatisch, wenn es dich nichts kostet, sonst mit einem Knopf, der den Preis vorher nennt. Und eine neue Fassung deiner Geschichte behält die Vertonung der alten.
- Lesen auf iPhone und iPad läuft ruhiger. Nach einer Anzeige friert nichts mehr ein, und wenn die App glaubt, offline zu sein, holt dich ein deutlicher „Erneut verbinden“-Knopf zurück.
- Ein aufgeräumter, ehrlicher Katalog: Platzhalter sind raus, jede Kategorie hat eine Einführung, das erste Kapitel steht direkt auf der Geschichtenseite, und Geschichten aus unserem eigenen KI-Imprint sind klar als solche gekennzeichnet.
Meine Bibliothek: alles, was du gelesen und gehört hast
Bisher wusste OutaStory zwar, wie weit du in einer Geschichte gelesen hast — aber es gab keinen Ort, an dem du das alles auf einmal sehen konntest. Wer drei Geschichten parallel angefangen hatte, musste sich merken, welche. Wer eine Geschichte gehört statt gelesen hat, hatte überhaupt keine Spur.
Jetzt gibt es Meine Bibliothek. Dort steht jede Geschichte, die du geöffnet hast, mit zwei Fortschrittsbalken in einer Zeile: wie weit du gelesen hast und wie weit du gehört hast. Die beiden Spuren sind getrennt, weil sie getrennt sind — wer abends im Bett liest und morgens in der Bahn die Hörfassung weiterlaufen lässt, hat zwei verschiedene Stellen, und beide sind wichtig. Ein Tipp auf die Zeile bringt dich genau dorthin zurück, wo du aufgehört hast.
Dafür merken wir uns jetzt auch den Hörfortschritt pro Geschichte. Bisher war das ein flüchtiger Wert im Player; jetzt wird er gespeichert, genau wie der Lesefortschritt, und steht dir auf jedem Gerät zur Verfügung.
Und weil wir wissen, dass nicht jede:r sofort ein Konto anlegt: Die Bibliothek funktioniert auch ohne Anmeldung. Dein Fortschritt wird dann auf deinem Gerät gemerkt. Sobald du dich anmeldest, wird er mit deinem Konto zusammengeführt — nichts geht verloren, nichts wird doppelt gezählt.
Auf dem Handy hat die Bibliothek einen festen Platz bekommen. Die Leiste am unteren Bildschirmrand hat jetzt fünf Einträge: Startseite · Entdecken · Schreiben · Bibliothek · Profil. Das ist bewusst schlicht gehalten: fünf Ziele, die man mit dem Daumen erreicht, ohne nachzudenken.
Eine Seitenleiste mit Überschriften
Am Computer und auf dem Tablet ist die Seitenleiste über die Monate gewachsen, und mit jedem neuen Eintrag wurde sie ein bisschen schwerer zu lesen. Die dünnen Trennlinien zwischen den Gruppen haben nicht mehr gereicht. Jetzt hat jeder Bereich eine kleine Überschrift: Stöbern, Lesen, Autor, Konto, Hilfe & Rechtliches. Du siehst auf einen Blick, wo du suchen musst, statt die ganze Liste zu überfliegen.
Für alle, die schreiben, ist „Meine Geschichten“ außerdem in zwei Einträge geteilt: Veröffentlicht und Entwürfe. Was du gerade bearbeitest, und was schon draußen ist, sind zwei verschiedene Fragen — und jetzt auch zwei verschiedene Klicks.
Die kleine Führung durch OutaStory, die wir vor einem Monat vorgestellt haben, ist ebenfalls feiner geworden: Die Erklärkarte steht jetzt mittig neben dem Element, um das es geht, und auf der Profilseite leuchtet nicht mehr das ganze Menü auf, sondern genau der eine Eintrag, den sie dir zeigen will.
Veröffentlichen, das immer Bescheid sagt
Wenn du auf „Veröffentlichen“ drückst, willst du genau eine Sache wissen: Ist sie jetzt draußen? Diese Frage hat OutaStory nicht immer zuverlässig beantwortet. Ein Autor hat uns geschrieben, dass er veröffentlicht hat und „nix passiert“ ist — die Geschichte war tatsächlich längst online, nur hat ihm das niemand gesagt. Das ist für jemanden, der gerade Wochen Arbeit losschickt, ungefähr das Schlechteste, was passieren kann.
Wir haben daraufhin den ganzen Weg vom Klick bis zur fertigen Geschichte durchgesehen, Schritt für Schritt, und an mehreren Stellen nachgebessert:
- Jede Veröffentlichung wird bestätigt. Egal ob erste Fassung, neue Fassung oder neue Folge: Du bekommst eine klare Rückmeldung und einen Link zu deiner Geschichte. Kein Rätselraten mehr, ob es geklappt hat.
- Der Veröffentlichen-Knopf weiß, was gerade passiert. Während deine Geschichte unterwegs ist, zeigt er das an und lässt sich nicht ein zweites Mal drücken. Wenn eine Geschichte noch auf eine Prüfung wartet, sagt er das auch.
- Eine Veröffentlichung wird genau einmal abgeschickt. Bei einer langsamen Verbindung konnte es vorkommen, dass die App eine Veröffentlichung, die längst angekommen war, ein zweites Mal versucht hat — und danach meldete, der Entwurf sei „nicht gefunden“. Natürlich nicht: Er war ja gerade veröffentlicht worden. Das passiert nicht mehr. Veröffentlichen, Freigeben und das Bestellen einer Hörfassung werden einmal gesendet und nie automatisch wiederholt.
- Was nach dem Veröffentlichen passiert, passiert auch dann, wenn du das Fenster schließt. Nach dem Klick erledigt OutaStory noch einiges im Hintergrund: Die Geschichte kommt in die Suche, deine Leser:innen werden benachrichtigt, das Vorschaubild für soziale Netzwerke wird erzeugt. Früher konnte das abbrechen, wenn du direkt danach die Seite verlassen hast. Jetzt läuft es zu Ende, egal was du tust.
- Vor dem Veröffentlichen siehst du die Altersfreigabe — und was sie bedeutet. Eine Geschichte ab 16 oder ab 18 ist für einen Teil der Leser:innen nicht sichtbar, zum Beispiel für alle, die nicht angemeldet sind. Das steht jetzt direkt dort, wo du die Entscheidung triffst, damit sie eine bewusste ist.
- Wenn sich unsere Bedingungen für Autor:innen geändert haben und du sie noch nicht bestätigt hast, erfährst du das vor dem Veröffentlichen — nicht erst, wenn es nicht klappt.
Fortsetzungsgeschichten: direkt zur nächsten Folge
Fortsetzungsgeschichten — bei uns heißen die einzelnen Teile Folgen — sind eine der schönsten Arten, auf OutaStory zu schreiben: Du veröffentlichst Woche für Woche, und deine Leser:innen warten auf den nächsten Teil. Der Weg dorthin hatte aber eine Sackgasse. Wer eine neue Folge vorbereitet hatte, landete nach dem Veröffentlichen manchmal in einem Assistenten, aus dem es keinen sinnvollen Ausgang gab.
Jetzt gilt: Eine vorbereitete Folge lässt sich direkt an Ort und Stelle freigeben. Nach dem Veröffentlichen einer neuen Fassung führt dich OutaStory zu genau der Folge, die als nächstes dran ist. Die Knöpfe zum Freigeben richten sich dabei immer nach dem tatsächlichen Stand auf dem Server — nicht nach dem, was dein Browser zuletzt gesehen hat. Bereits freigegebene Folgen behalten ihr Datum; nichts wird versehentlich zurückgezogen.
Einfügen aus Word und Google Docs behält deine Formatierung
Viele von euch schreiben zuerst in Word oder Google Docs und kopieren den Text dann in den Editor. Bisher ist dabei fett, kursiv und unterstrichen verloren gegangen — wir hatten das Einfügen einmal bewusst auf reinen Text beschränkt, um keine fremden Schriften und Farben in eure Geschichten zu holen. In der Praxis hieß das: jede Betonung von Hand nachtragen. Das war die falsche Abwägung. Fett, kursiv und unterstrichen bleiben jetzt erhalten; Schriftarten, Farben und anderer Ballast werden weiterhin weggelassen.
Szenenwechsel, die man sieht und hört
Ein Szenenwechsel ist in einer Geschichte oft eine Leerzeile oder eine kleine Trennlinie: Hier springt die Erzählung, an einen anderen Ort, in eine andere Zeit. Diese Trennlinie ist beim Speichern bisher still verschwunden. Jetzt ist sie ein echter Szenenwechsel: Er bleibt erhalten, wird beim Lesen als kleines Ornament dargestellt — und in der Hörfassung macht die Stimme an dieser Stelle eine Pause von anderthalb Sekunden. Genau wie ein guter Sprecher es tun würde.
Cover, die den Titel nicht zerbrechen
Zwei Kleinigkeiten an den Covern, die uns selbst gestört haben: Lange Titel wurden manchmal mitten im Wort umgebrochen, und das kleine OutaStory-Zeichen konnte auf deinem Namen landen. Beides ist behoben. Im Cover-Designer bekommst du außerdem einen Hinweis, wenn ein Textfeld über den Rand hinausläuft oder ein anderes überdeckt — bevor das Cover veröffentlicht ist, nicht danach.
Folgen mit Stimme
Auf OutaStory kann jede Geschichte auf Wunsch vertont werden. Bei Fortsetzungsgeschichten hatte das eine Lücke: Die Hörfassung entstand für die Geschichte, wie sie beim Vertonen war — und die Folgen, die danach kamen, blieben stumm. Wer die ersten drei Folgen gehört hatte, stand bei der vierten vor einem Text ohne Stimme.
Ab jetzt kann jede neue Folge ihre eigene Hörfassung bekommen. So funktioniert es:
- Wenn deine Fortsetzungsgeschichte schon eine Hörfassung hat und du eine neue Folge freigibst, prüft OutaStory, ob die Vertonung dieser Folge dich etwas kostet.
- Kostet sie nichts, wird die Folge automatisch vertont — mit derselben Stimme wie die Folgen davor. Du musst nichts tun.
- Kostet sie etwas, zum Beispiel weil du eine besondere Stimme gewählt hast, bekommst du einen Knopf, der den Preis vorher nennt. Nichts wird ohne deine Zustimmung abgebucht.
- Auf der Seite deiner Geschichte siehst du für jede Folge, ob ihre Hörfassung fertig ist, gerade entsteht oder noch fehlt.
Dazu kommt etwas, das bisher schmerzhaft war: Eine neue Fassung deiner Geschichte behält die Vertonung der alten. Wer einen Tippfehler korrigiert oder ein Kapitel überarbeitet und neu veröffentlicht hat, verlor bislang die komplette Hörfassung und musste sie neu anstoßen. Jetzt wird sie übernommen. Ein Autor, der genau das erlebt hatte, hat seine Hörfassung für alle vier Folgen zurück.
Lange Geschichten vertonen, und Namen richtig aussprechen
Romane sind lang. Bisher hatte die Vertonung eine Obergrenze, die für Kurzgeschichten und Novellen reichte, für einen ganzen Roman aber nicht. Die Grenze ist deutlich gestiegen: Mit Premium kannst du Geschichten mit bis zu 500.000 Zeichen vertonen lassen, ohne Premium bis zu 200.000 Zeichen. Das sind, grob gerechnet, ein ausgewachsener Roman beziehungsweise ein ordentlicher Kurzroman.
Und dann ist da die Frage, die jede:r kennt, die oder der schon einmal eine eigene Geschichte vorgelesen bekommen hat: Warum spricht die Stimme meine Hauptfigur falsch aus? Fantasy-Namen, erfundene Orte, ein Spitzname, der anders betont wird, als er geschrieben ist — für eine Stimme sind das Rätsel. Jetzt gibt es dafür ein Aussprache-Wörterbuch pro Geschichte. Du trägst ein Wort ein und schreibst daneben, wie es klingen soll, und die Stimme hält sich daran, in jeder Folge, in jeder Fassung.
Damit du das ausprobieren kannst, bevor du eine ganze Geschichte vertonen lässt, kannst du jede Stimme mit deinem eigenen Text anhören — nicht mit einem Beispielsatz, sondern mit einem Absatz aus deiner Geschichte. Und wer seine Geschichte erst einmal für sich selbst hören will, bevor sie veröffentlicht ist, kann einen Entwurf privat vertonen. Viele merken erst beim Zuhören, wo ein Satz holpert.
Für alle, die OutaStory über einen KI-Assistenten bedienen: Vertonung und Cover lassen sich jetzt auch dort vollständig steuern — Stimmen auswählen, die eigene Stimme verwenden, Kosten sehen, Cover-Vorschläge erzeugen, hochladen und gestalten. Beim Veröffentlichen über den Assistenten bekommt deine Geschichte automatisch das passende Standardcover ihrer Kategorie, wenn du noch keines gewählt hast, genau wie auf der Veröffentlichen-Seite. Und wenn du dort Angaben zu einer Geschichte änderst, bleiben Schlagwörter, Figuren und KI-Kennzeichnung erhalten, die du gar nicht angefasst hast.
In den Apps: ruhiger auf iPhone und iPad, wieder veröffentlichen unter Windows
iPhone und iPad: kein Einfrieren nach einer Anzeige
Ein Leser hat uns geschrieben, dass sein iPad nach dem Tippen auf eine Anzeige im Lesemodus eingefroren war — so gründlich, dass nur ein Neustart half. Wir haben lange gesucht, denn auf unserer Seite war alles in Ordnung. Die Ursache lag im Zusammenspiel mit iOS: Während du die Seite des Werbepartners ansiehst, kann das System den Teil der App, der deine Geschichte anzeigt, im Hintergrund beenden, um Speicher zu sparen. Bei der Rückkehr war er dann nicht mehr da, und nichts hat ihn neu geladen.
Jetzt erkennt die App diesen Moment und lädt sich selbstständig neu, an der Stelle, an der du warst. Bei einer zweiten Variante — eine Vollbild-Anzeige, die sich nicht mehr schließen ließ — befreit sich die App jetzt selbst, und dieselbe Anzeige wird beim Zurückblättern nicht noch einmal gezeigt. Damit wir solche Fälle künftig selbst bemerken und nicht erst durch eure Nachrichten, meldet die App uns, wenn sie hängt.
„Erneut verbinden“: ein Knopf, der wirklich verbindet
Die OutaStory-Apps können offline lesen und schreiben. Das ist großartig im Zug oder im Flugzeug — und verwirrend, wenn die App glaubt, offline zu sein, obwohl sie es nicht ist. Eine Leserin konnte keine Geschichten öffnen und die Suche nahm nichts an; der einzige Hinweis war ein schmaler, leicht zu übersehender Balken.
Jetzt gibt es eine deutliche Offline-Leiste mit einem Knopf „Erneut verbinden“. Ein Tipp darauf prüft, ob der Server erreichbar ist, und schaltet die App zurück in den Online-Modus. Seiten, die vorher nicht laden konnten, laden sich neu. Nur wenn die Verbindung wirklich fehlt, bleibst du offline — und weißt dann auch, warum.
Windows und Mac: Veröffentlichen geht wieder
Unter Windows und auf dem Mac hing das Veröffentlichen bisher fest auf „Deine letzten Änderungen werden synchronisiert…“. Ein Autor hat eine halbe Stunde darauf gewartet. Die Ursache war eine Markierung: Jeder Tastendruck markierte deinen Entwurf als „lokal geändert“, und auch wenn das automatische Speichern online längst erfolgreich war, wurde diese Markierung nie zurückgesetzt. Die App wartete also auf eine Synchronisierung, die sie selbst nie anstieß.
Das ist behoben. Entwürfe, die du online bearbeitet hast, lassen sich unter Windows und auf dem Mac wieder ganz normal veröffentlichen. Und für Fortsetzungsgeschichten haben wir die Offline-Synchronisierung gleich mit überarbeitet: Wenn du offline an einer bereits veröffentlichten Fortsetzungsgeschichte schreibst, überträgt die App beim nächsten Verbinden nur die Folgen, die noch nicht freigegeben sind. Dein Offline-Text ist sicher, und es entsteht nicht heimlich eine zweite Fassung deiner Geschichte neben der veröffentlichten.
Neu in den Stores
Die neuen Versionen sind unterwegs: Android bei Google Play und Windows im Microsoft Store sind auf 1.9.41, iPhone, iPad, Mac und die Fire-Tablets folgen, sobald die Prüfung der Stores abgeschlossen ist. Galaxy Store, Uptodown und winget bekommen jede Version wie gewohnt mit. Unter Android sind außerdem die Bausteine für Käufe, Anzeigen und die Einwilligungsabfrage auf den neuesten Stand gebracht — das merkst du hoffentlich gar nicht, und genau so soll es sein.
Lesen: dunkel von Anfang an, und keine leeren Seiten
Der dunkle Modus ist jetzt vom ersten Moment an dunkel. Wer OutaStory im dunklen Modus nutzt, sah beim Öffnen einer Seite bisher kurz einen hellen Rahmen aufblitzen, bevor die Seite ganz geladen war. Am Tag fällt das kaum auf; nachts im Bett ist es ein kleiner Schreck. Die richtigen Farben stehen jetzt schon fest, bevor die Seite überhaupt etwas anzeigt.
Keine leeren Seiten mehr beim Laden. Ein Leser hat uns geschrieben, dass auf seinem iPad manche Seiten einfach leer blieben, und vermutete eine Alterssperre. Die Wahrheit war banaler: Der kleine Lade-Kreis, der dir zeigen soll, dass etwas passiert, war auf 23 Seiten zwar eingebaut, aber nie gestaltet worden — er war unsichtbar. Bei einer langsamen Verbindung sah die Geschichtenseite deshalb so aus, als gäbe es nichts. Jetzt dreht er sich, und du weißt, dass die Geschichte gleich kommt.
Weitere Dinge, die beim Lesen auffallen:
- Auf jeder Geschichtenseite stehen jetzt die ersten zwei Seiten des ersten Kapitels. Du kannst also sofort anfangen zu lesen, ohne erst in den Leser zu wechseln, und an einer klar markierten Stelle geht es mit „Weiterlesen“ nahtlos weiter.
- Schlagwörter, Figuren und Urheberrechtsangaben werden auf den Geschichtenseiten wieder vollständig angezeigt. Sie waren auf dem Weg vom Speicher zur Seite verloren gegangen.
- Keine verirrten Sternchen mehr im Text. In einem Teil unserer Geschichten standen Formatierungszeichen wie doppelte Sternchen oder Rautezeichen als nackte Zeichen im Text, statt Fettdruck oder Überschrift zu sein. Wir haben 955 Kapitel davon befreit, und auch die Vorschautexte auf den Geschichtenseiten zeigen keine solchen Zeichen mehr.
- Der animierte Assistent bringt ältere Browser nicht mehr zum Absturz. Wer einen Browser ohne die nötige Grafikunterstützung hatte, bekam beim Öffnen des Assistenten eine Fehlerseite statt eines leuchtenden Kreises. Jetzt bekommt er einfach einen ruhigen Kreis.
Ein aufgeräumter Katalog
Einen großen Teil dieser drei Wochen haben wir mit einer Frage verbracht, die wir uns ehrlicherweise früher hätten stellen sollen: Wenn jemand OutaStory zum ersten Mal besucht — was findet er dann? Die Antwort hat uns nicht gefallen. Neben vielen echten Geschichten standen kurze Platzhaltertexte aus der Anfangszeit, die nie als Geschichten gedacht waren; es gab Kategorien, in denen nichts oder fast nichts stand; und manche Seiten zeigten weniger, als sie versprachen. Wir haben das gründlich aufgeräumt.
- Die Platzhalter sind aus dem Katalog genommen. Sie sind nicht gelöscht, aber nicht mehr öffentlich. An ihre Stelle sollen nach und nach echte Geschichten mit eigenen Titeln treten.
- Kategorien erscheinen, sobald sie Geschichten enthalten. Leere Regale sind aus der Navigation verschwunden. Sobald in einer Kategorie eine Geschichte veröffentlicht wird, ist sie automatisch wieder da — niemand muss dafür etwas freischalten.
- Jede der 22 Hauptkategorien hat eine handgeschriebene Einführung, auf Deutsch und auf Englisch. Wer auf „Fantasy“ oder „Krimi“ klickt, liest jetzt ein paar Sätze darüber, was ihn dort erwartet, bevor die Geschichten kommen.
- Neu: kuratierte Sammlungen. Ausgewählte Leselisten, von uns zusammengestellt, zu einem Thema, einer Stimmung oder einer Jahreszeit. Ein guter Einstieg, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst.
- Sehr kurze Seiten verstecken sich nicht, aber sie drängen sich auch nicht vor. Eine Kategorie mit nur einer Geschichte, eine Sammlung, die noch fast leer ist, oder eine Geschichte von wenigen Zeilen bleibt ganz normal erreichbar. Wir melden sie nur so lange nicht an Suchmaschinen, bis dort mehr steht — und das passiert automatisch.
Ehrlich gekennzeichnet: der KI-Imprint von OutaStory
Ein Teil der Geschichten auf OutaStory ist mit Hilfe von KI entstanden. Das war immer an der KI-Kennzeichnung der Geschichte zu erkennen. Was aber nicht ehrlich genug war: Diese Geschichten erschienen unter Autorenprofilen, die wie Menschen aussahen — mit Namen, Lebensläufen und manchmal Angaben, die so klangen, als stünde ein echter Mensch dahinter.
Das haben wir geändert. Diese Profile tragen jetzt die Kennzeichnung „KI-Imprint von OutaStory“, gut sichtbar auf dem Profil und an den Geschichten. Wer eine Geschichte liest, soll wissen, ob sie ein Mensch geschrieben hat oder ob sie aus unserer eigenen KI-Werkstatt stammt. Bei der Gelegenheit haben wir auch widersprüchliche Zahlen geglättet: Ein Profil zeigte in der Übersicht Hunderte Follower und auf der eigenen Seite null. Jetzt stimmt beides überein.
Unsere redaktionellen Standards, öffentlich
Was veröffentlichen wir, was nicht, wie gehen wir mit KI um, was passiert bei einer Meldung? Das stand bislang verteilt in Nutzungsbedingungen, Hilfeartikeln und FAQ. Jetzt gibt es eine eigene Seite dafür: Unsere redaktionellen Standards, auf Deutsch und Englisch, erreichbar über „Über uns“. Sie ist kurz, in normaler Sprache geschrieben und wird gepflegt, wenn sich etwas ändert.
Schutz vor Spam
Ein offener Ort zum Schreiben zieht leider auch Menschen an, die nicht schreiben, sondern werben wollen — mit Kommentaren unter euren Geschichten oder mit „Geschichten“, die in Wahrheit Anzeigen sind. Wir haben aufgeräumt und dafür gesorgt, dass so etwas künftig gar nicht erst sichtbar wird: Kommentare, die nach Werbung aussehen, und die ersten Geschichten neuer Konten sehen wir uns an, bevor sie öffentlich erscheinen. Für echte neue Autor:innen heißt das: Deine erste Geschichte ist vielleicht nicht in derselben Sekunde online, in der du auf „Veröffentlichen“ drückst — aber sie erscheint in einem Umfeld, in dem man ihr auch glaubt. Die Bestätigung beim Veröffentlichen sagt dir, wenn deine Geschichte noch auf eine Prüfung wartet.
Kleine Dinge, die zählen
- Der Geburtstagsgruß kommt an. Wenn du uns deinen Geburtstag verraten hast, bekommst du an diesem Tag eine kleine Mail von uns. Das war schon lange so gedacht und auch gebaut — nur ist die Mail nie angekommen. Erst fehlte ein Schalter, dann lehnte unser Mailversand sie wegen einer doppelten Angabe ab. Beides ist behoben, und die ersten Grüße sind zugestellt. Wer in den letzten Wochen Geburtstag hatte und nichts von uns gehört hat: Herzlichen Glückwunsch nachträglich, wirklich.
- Wir sehen jetzt, wo die App dir hilft. Die Apps melden uns, im Rahmen unserer Datenschutzerklärung, welche Funktionen genutzt werden. Auf dem Web funktionierte das schon immer; aus den Apps kamen diese Signale bisher schlicht nicht bei uns an. Jetzt wissen wir zum ersten Mal, was auf dem iPhone, dem Mac und unter Android tatsächlich gelesen und gehört wird — und können danach entscheiden, was wir als nächstes verbessern.
- Für Autor:innen: Werbeeinnahmen aus Anzeigen im Web werden jetzt vollständig berücksichtigt, auch die, die der Bericht unseres Anzeigenpartners keiner einzelnen Seite zuordnet. Diese Einnahmen werden anteilig auf die Geschichten verteilt, statt unter den Tisch zu fallen. Und die Abrechnungsdokumente, die wir dafür als PDF erzeugen, haben jetzt alles, was sie dafür brauchen.
- Hinter den Kulissen haben wir die Bausteine, auf denen OutaStory läuft, auf den neuesten Stand gebracht und unsere nächtlichen Tests so umgebaut, dass sie jede Nacht vollständig durchlaufen. Das klingt unspektakulär. Es heißt aber, dass wir einen Fehler am nächsten Morgen sehen und nicht erst, wenn du ihn uns schreibst.
Zahlen zum Stand
- Zehn neue Versionen in drei Wochen, von 1.9.32 bis 1.9.42. Eine elfte hat ein Test angehalten, bevor sie irgendetwas ausliefern konnte — genau dafür sind diese Tests da.
- Gut hundert einzelne Verbesserungen, von der Bibliothek bis zum Lade-Kreis.
- Etwa doppelt so viele Besuche pro Tag wie in der zweiten Septemberhälfte: im Schnitt rund 115 pro Tag Anfang Oktober, nach rund 60 Ende September. Das ist ein Anfang, und noch lange nicht da, wo wir hinwollen.
- 22 Hauptkategorien mit einer eigenen, handgeschriebenen Einführung.
- 955 Kapitel von verirrten Formatierungszeichen befreit.
- 500.000 Zeichen pro Geschichte vertonbar mit Premium, 200.000 ohne.
- Sechs Plattformen, unverändert: Web, iPhone & iPad, Mac, Android, Windows und Fire-Tablets, dazu Galaxy Store und Uptodown.
Was als Nächstes kommt
Erstens: echte Geschichten, wo Platzhalter waren. Die Lücken, die das Aufräumen hinterlassen hat, sollen nicht leer bleiben. Wir wollen sie mit Geschichten füllen, die es verdienen, gefunden zu werden — mit eigenen Titeln und eigenen Ideen.
Zweitens: die Apps nachziehen. Die Verbesserungen für iPhone, iPad und Mac liegen bei Apple zur Prüfung. Sobald sie freigegeben sind, testen wir das Einfrieren nach Anzeigen noch einmal auf genau dem Gerät, auf dem es passiert ist.
Drittens: zwei Ecken beim Schreiben, die wir kennen. Wer eine Folge freigibt und direkt danach im selben Kapitel weiterschreibt, kann damit noch eine neue Fassung anstoßen, die er gar nicht wollte. Und auf sehr schmalen Handys verdeckt der Assistent-Knopf in der Bibliothek ein Stück der Fortschrittsanzeige. Beides steht ganz oben auf der Liste.
Viertens: der erste ausgezahlte Euro. Die Werbeeinnahmen fließen jetzt vollständig in die Abrechnung. Was fehlt, ist der erste Monat, der von vorne bis hinten durchläuft. Wir berichten, wenn es so weit ist.
Und wie immer: Erzähl uns, was komisch aussieht. Die leeren Seiten auf dem iPad, das Einfrieren nach der Anzeige, das Veröffentlichen, bei dem „nix passiert“, der Knopf, der ewig synchronisiert — fast alles in dieser Ausgabe hat damit angefangen, dass jemand von euch uns geschrieben hat. Danke dafür.
Danke fürs Lesen, fürs Hören, fürs Schreiben und fürs Hinschauen.
