Die letzte Ausgabe handelte fast durchgehend von Dingen, die stiller kaputt waren, als uns lieb war. Diese Woche hat einen anderen Charakter. Es sind zwei Sachen dabei, die es vorher schlicht nicht gab und die du sofort siehst — und dazwischen liegt eine Woche, in der wir vor allem nachgelesen haben, was wir eigentlich über uns behaupten. Auf den Seiten über uns, in den Texten über Premium, in den Rechtstexten, in sechs Store-Beschreibungen, in der Hilfe. Einiges davon stimmte so nicht, und das ist der unangenehmere Teil dieses Berichts.
Die drei Sätze, um die es geht:
- Es gibt jetzt eine Führung durch OutaStory. Sechs kleine Touren, die dir zeigen, wo was liegt — und Hilfe genau an der Stelle, an der du sie brauchst, ohne die Seite zu verlassen.
- Wenn ein Konto gelöscht wird, weiß es vorher jede und jeder. 30 Tage Vorlauf, 90 Tage, wenn etwas veröffentlicht ist — mit sichtbarem Datum auf den Geschichten selbst, und jederzeit widerrufbar.
- Und wir sagen du. Überall. Auch in den Rechtstexten.
Eine Führung durch OutaStory
OutaStory ist in den letzten Monaten schnell gewachsen, und mit ihm die Zahl der Stellen, an denen etwas Nützliches versteckt liegt. Wer heute neu dazukommt, sieht eine Startseite, einen Editor und ein Profil — und muss den Rest selbst finden. Das war schon länger unser wundester Punkt, und er ist jetzt adressiert.
Sechs kurze Touren begleiten dich beim ersten Mal durch die Stellen, an denen sich am meisten entscheidet: die Startseite, deine Geschichten, den Schreibeditor, den Leser, den Cover-Designer und die Einstellungen. Höchstens fünf Schritte pro Tour, jederzeit mit einem Klick übersprungen, in beiden Sprachen, und du kannst sie später wieder starten, wenn du magst. Sie hebt jeweils genau das Element hervor, um das es geht, und erklärt es in einem Satz.
Dazu kommt die zweite Hälfte, die im Alltag vermutlich mehr bringt: kleine Fragezeichen an den Stellen, an denen Fragen entstehen. Ein Klick öffnet den passenden Hilfeartikel direkt über der Seite, auf der du gerade stehst — du musst nicht in ein Hilfe-Center wechseln und dich anschließend zurückfinden. Am Desktop gibt es dafür zusätzlich ein Hilfemenü oben in der Leiste, auf dem Handy findest du es im Profilbereich.
Die Hilfe dahinter ist im selben Zug deutlich gewachsen und, wichtiger, korrigiert worden: 215 FAQ-Einträge und 91 Hilfeartikel, alles auf Deutsch und Englisch. Zwei Stellen darin hatten dir etwas Falsches über deine eigene Stimme erzählt — sie behaupteten, eine Sprachprobe werde „niemals an Dritte weitergegeben". Sie wird an unseren Vorlese-Dienstleister übertragen, und genau das steht auch in der Einwilligung, die du vor der Aufnahme bestätigst. Unsere Hilfe hat also unserer eigenen Einwilligung widersprochen. Das ist die unangenehmste Form, die ein Fehler in einem Hilfetext annehmen kann: eine selbstbewusste, konkrete Beruhigung, die nicht stimmt. Sie ist weg.
Nach den ersten Rückmeldungen zur Tour haben wir sie außerdem deutlich sichtbarer gemacht — der Hintergrund dunkelt jetzt stärker ab, der hervorgehobene Bereich bekommt einen echten leuchtenden Ring, und die Erklärkarte legt sich nicht mehr über genau das Element, das sie erklärt. Das passierte vorher zuverlässig immer dann, wenn der erklärte Knopf im unteren Zehntel des Bildschirms lag.
Eine Vorwarnung dazu, weil sie ehrlicher ist als eine Überraschung: Weil sich an der Tour inhaltlich so viel geändert hat, bieten wir sie einmalig auch denen wieder an, die sie schon gesehen oder weggeklickt haben. Es sind sechs Seiten, also potenziell sechs Angebote, jeweils mit einem Klick erledigt — und danach kommt sie nicht wieder.
Wir sagen du
Diese Änderung ist trivial zu beschreiben und war alles andere als trivial zu machen.
Unser Deutsch war uneinheitlich. Ein Teil der Oberfläche duzte dich, ein anderer siezte dich, und die Rechtstexte siezten fast durchgehend. Das war nie eine Entscheidung, sondern das Ergebnis davon, dass über Monate verschiedene Leute an verschiedenen Ecken geschrieben und sich jeweils an den Nachbartext angelehnt haben. Ab jetzt ist es entschieden: OutaStory sagt du. In der Oberfläche, in den Hinweisen, in den Verwaltungsansichten, in den E-Mails, in den Nutzungsbedingungen, in der Datenschutzerklärung, im Impressum, in den Community-Regeln, in den Sprecher- und Autorenbedingungen.
Der Grund, warum das Arbeit ist und nicht Suchen-und-Ersetzen: Im Deutschen ändert sich mit dem Pronomen auch das Verb, und zwar mitten im Satz. Aus „Soweit Sie Zahlungen erhalten, bleiben Sie in Ihrem Wohnsitzstaat steuerpflichtig" wird „Soweit du Zahlungen erhältst, bleibst du in deinem Wohnsitzstaat steuerpflichtig" — drei Formen in einem Satz. 159 Stellen in zwölf von fünfzehn Rechtsdokumenten, dazu zehn Bereiche der Oberfläche. Und rund die Hälfte aller Fundstellen mussten stehen bleiben, weil ein „Sie" am Satzanfang im Deutschen meistens gar keine Anrede ist, sondern das kleingeschriebene Fürwort, das auf das vorige Substantiv zeigt: „Deine Erzählstimme ist bereit! Sie wird verwendet …" Jede einzelne Fundstelle wurde deshalb gelesen statt ersetzt.
Im selben Durchgang ist etwas anderes aufgefallen, das wir hier nicht verschweigen wollen: Unsere Datenschutzerklärung beschrieb an mehreren Stellen Kontrollen, die es so nicht gibt. Unter anderem stand dort, wir fragten dein Geburtsdatum ab, um zu prüfen, ob du alt genug für den Dienst bist. Das tun wir nicht — die Angabe ist freiwillig und entscheidet ausschließlich darüber, ob dir Geschichten mit Altersfreigabe angezeigt werden oder nicht. Ein Datenschutztext, der mehr verspricht, als das Produkt tut, ist kein sicherer Text, sondern ein falscher. Er sagt jetzt, was passiert.
Wenn jemand geht: 30 Tage, 90 Tage, und ein sichtbares Datum
Das ist die zweite wirklich neue Sache dieser Woche, und sie hat zwei Seiten: eine für die Person, die geht, und eine für alle, die ihr beim Lesen gefolgt sind.
Bisher hatte das Löschen eines Kontos eine feste Frist und für Leser:innen keinerlei Ankündigung. Eine Geschichte, an der jemand hing, konnte von einem Tag auf den anderen weg sein. Das ist jetzt anders geregelt — abgestimmt mit unserer Rechtsberatung und unserem Datenschutzbeauftragten:
- 30 Tage, wenn nie etwas veröffentlicht wurde. Ein Konto ohne Publikum verschwindet zügig.
- 90 Tage, sobald mindestens eine lesbare Geschichte veröffentlicht ist. Wer ein Publikum hat, geht mit Vorlauf.
Die Frist gilt für das ganze Konto: Autorenname, alle Pseudonyme, alle Geschichten — ein Abschied, ein Datum. Wer nach dem Antrag noch etwas veröffentlicht, verlängert die Frist nicht; wer etwas zurückzieht, verkürzt sie nicht. Das Datum steht mit dem Antrag fest.
Und — das ist der Teil, der Leser:innen betrifft — während dieser Zeit wird nichts versteckt. Die Geschichten bleiben vollständig lesbar, hörbar und auffindbar. Sie tragen lediglich einen ruhigen Hinweis mit dem Datum, ab dem sie nicht mehr verfügbar sein werden, und einen Countdown. Beides steht auch für nicht angemeldete Besucher:innen auf der Seite, denn genau die sind es, die sonst vor einem Loch stünden. Wird der Antrag zurückgezogen, verschwinden die Hinweise wieder, als wäre nichts gewesen — und zurückziehen kann man ihn bis zum letzten Tag.
Am Ende der Frist werden die Geschichten und das Profil unerreichbar, verlassen unsere eigene Suche, verschwinden aus der Sitemap und werden bei Google und Bing zur Entfernung angemeldet. Wir haben in derselben Woche nachgetragen, was dafür noch gefehlt hat: Bing bekommt die entfernten Adressen jetzt aktiv gemeldet, statt darauf zu warten, dass er irgendwann von selbst vorbeischaut.
Eine Entscheidung bleibt beim Konto: Was soll mit deinen Kommentaren geschehen? Entweder sie bleiben stehen, wo sie stehen, und dein Name wird anonymisiert — damit Diskussionen, an denen andere beteiligt waren, nicht zerfallen. Oder sie verschwinden mit. Beides ist in Ordnung, und es ist deine Wahl. Die Geschichten gehen in beiden Fällen offline.
Zusammen damit haben wir die Löschseite selbst durchgesehen. Sie machte eine Reihe von Aussagen, die nicht zutrafen — darüber, was gelöscht wird, was anonymisiert wird und was bleibt. Was dort jetzt steht, deckt sich mit dem, was tatsächlich passiert.
Ein Pseudonym ist ein eigener Name
Ein Pseudonym auf OutaStory soll eine eigenständige öffentliche Identität sein. Nicht „ein Konto mit einem anderen Namen davor", sondern eine Autorin oder ein Autor, die oder der für Leser:innen genauso aussieht wie jede andere. Wer dahintersteckt, wissen wir — und sonst niemand.
Das war der Anspruch. Vollständig eingelöst war er nicht: An mehreren Stellen ließ sich aus dem, was eine öffentliche Seite ausliefert, ablesen, dass es sich um ein Pseudonym handelt. Nicht als Name, sondern als Muster — ein Feld, das nur in einem der beiden Fälle gefüllt ist, verrät genauso viel wie ein Etikett. Diese Stellen sind geschlossen.
Der schönste Beleg dafür steckt in der Löschankündigung von oben. Es gibt genau einen Hinweistext, und er ist Wort für Wort derselbe, ob ein ganzes Konto geschlossen oder ein einzelnes Pseudonym zurückgezogen wird. Er nennt keinen Grund — denn der Grund wäre exakt der Satz, der die beiden Fälle unterscheidbar macht. Vorher gab es zwei Hinweise, und welcher erschien, verriet jeder Leserin sofort, welche Art von Identität sie da vor sich hatte.
Premium: was drin ist, steht jetzt überall gleich
Vorweg das Wichtigste, weil es viele überrascht: Premium hat mit dem, was du lesen darfst, nichts zu tun. Nie gehabt. Jede Geschichte auf OutaStory ist frei lesbar und frei hörbar. Es gibt keine Bezahlschranke, kein Kapitel kostet Geld, und es gibt keine Geschichten, die Abonnent:innen vorbehalten wären.
Was ein Abo tatsächlich ändert, ist überschaubar und gut:
- Werbefrei lesen und hören.
- Offline herunterladen in den Apps — Text und Hörfassung.
- Mitlesen: Der Text wird markiert, während er vorgelesen wird.
- Cover ohne das OutaStory-Zeichen veröffentlichen.
Das war es. Und das ist ab sofort auch das, was überall dort steht, wo Premium angeboten wird. Vorher stand an mehreren dieser Stellen etwas anderes: „voller Zugriff auf alle Geschichten" in der Bestätigungsmail nach dem Kauf, „bevorzugter Support", „früher Zugang zu neuen Funktionen" und „exklusive Inhalte" auf der Abo-Seite, „unbegrenztes Hören" in sechs Store-Beschreibungen. Nichts davon gab es. Eine Bestätigungsmail, die einem zahlenden Menschen unmittelbar nach dem Kauf etwas Falsches über das Gekaufte erzählt, ist die schlechteste Stelle im ganzen Produkt für so einen Satz — deshalb war das hier das erste, was korrigiert wurde.
Nebenbei behoben: Auf der Abo-Seite bekamen deutschsprachige Besucher:innen die Beschreibung der Tarife auf Englisch angezeigt. Jetzt auf Deutsch.
Und für Autor:innen: Premium-Lesezeit zählt
Die Beteiligung ist unverändert — 55 Prozent gehen an die Autorin oder den Autor. Neu ist, dass auch die Lesezeit von Premium-Mitgliedern jetzt der Autorin oder dem Autor zugeordnet wird, deren Geschichte gelesen wurde. Genau das ist der Sinn eines werbefreien Abos: Wenn keine Werbung läuft, muss die Beteiligung aus dem Abo kommen. Die zurückliegenden Monate holen wir aus den Abrechnungsdaten nach, statt sie einfach fallen zu lassen — das ist Geld, das jemandem zusteht, und nicht unseres.
Wer wir sind, und was wir über uns behauptet haben
Der Bereich „Über uns" war bislang eine Kachelwand mit sehr wenig Text dahinter. Er hat jetzt Substanz — und, ehrlicher gesagt, er hat jetzt vor allem nachprüfbare Substanz.
- Jedes Teammitglied hat eine eigene Seite. Neun Menschen, mit Rolle, Beschreibung und — wo es sie gibt — Verweisen auf öffentliche Profile bei Dritten. Acht von neun tragen mindestens einen solchen nachprüfbaren Verweis. Bei der neunten Person haben wir keinen gefunden, also steht dort auch keiner. Zwei weitere Profile lagen vorbereitet, aber unbestätigt bereit und blieben so lange aus, bis sie bestätigt waren: Ein falsch zugeordneter Link auf einer Seite, deren ganzer Zweck Nachprüfbarkeit ist, zeigt auf einen anderen echten Menschen.
- Fotos gibt es noch keine. Alle neun tragen bis auf Weiteres eine Platzhalter-Illustration. Wir haben keine Bilder von Profilseiten kopiert — jedes Foto kommt von der Person selbst, wenn sie es möchte.
- Auf der Unternehmensseite steht jetzt, wer die Firma führt, in ganzen Sätzen und nicht nur im Impressum: Thimo Buchheister, einer der drei Gründer und Geschäftsführer. Dazu ein Block mit dem eingetragenen Firmennamen, dem Registergericht Hannover und der Handelsregisternummer HRB 228699 sowie mehreren unabhängigen Registerauskünften, in denen sich das nachschlagen lässt.
Und dann der Teil, der weh tat. Wir haben jede Behauptung auf /about, /about/company und den drei Seiten für Autor:innen, Mitglieder und Verlage gegen den tatsächlichen Code geprüft. Eine Auswahl dessen, was dabei herauskam:
- „KI-generierte Geschichten sind nicht erlaubt." Stimmt so nicht. Die tatsächliche Regel ist eine Kennzeichnungspflicht, und der Maßstab ist, dass die Geschichte im Wesentlichen von dir stammt. Steht jetzt so da.
- „Technologie vollständig im eigenen Haus entwickelt." Stimmt nicht — und unsere eigenen Rechtstexte sagten das Gegenteil. Wir benennen jetzt, worauf wir aufbauen.
- „Lesen über Seitenpakete oder Monatsabos." Seitenpakete gibt es nicht, es gab sie nie, und Lesen ist ohnehin kostenlos.
- „Autor:innen behalten alle übrigen Rechte." Zu großzügig formuliert. Unsere Autorenbedingungen enthalten ein Recht auf Erstverhandlung und eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Beides steht jetzt auf der Seite, statt hinter einer schönen Formulierung zu verschwinden.
- „Schreiben an jedem Schreibtisch." Ungenau. Geschrieben werden kann auch auf Tablets, iPads eingeschlossen — gesperrt ist der Editor nur auf Telefonen.
- „Jede veröffentlichte Geschichte kann als Hörbuch abgespielt werden." Ein wachsender Teil, nicht jede.
- Die Beschreibung, welche Altersfreigaben nicht angemeldete Besucher:innen sehen, war genau verkehrt herum. Jetzt stehen die fünf Stufen da, und dass Unbewertetes wie „ab 18" behandelt wird.
Zwei weitere Korrekturen aus derselben Woche, die uns unangenehm sind und die deshalb hierher gehören. In sechs Store-Beschreibungen stand, du könntest deine Entwürfe aus der App exportieren. Das kannst du nicht — löschen ja, exportieren nein. Der Satz ist raus. Und unser Impressum nannte die falsche Handelsregisternummer, während zwei unserer veröffentlichten Rechtstexte sich obendrein über unsere eigene Postanschrift uneins waren. Beides ist korrigiert, und beides wird jetzt gegeneinander geprüft.
Schreiben: Word-Text, Rechtsklick und keine verlorene Cover-Arbeit
- Text aus Word lässt sich jetzt definiert in den Kapiteleditor ziehen. Er läuft dabei durch dieselbe Reinigung wie ein Einfügen über die Zwischenablage — Word schleppt unsichtbare Sonderzeichen mit, die sonst dauerhaft in deinem Kapitel liegen bleiben. Innerhalb deines eigenen Textes zu ziehen, um einen Satz zu verschieben, funktioniert dabei weiterhin ganz normal; das haben wir bewusst nicht angefasst, weil ein abgefangenes Ziehen aus einem Verschieben ein Duplizieren gemacht hätte.
- In der Windows-App gab es überhaupt kein Rechtsklick-Menü — kein Kopieren, kein Einfügen, kein Rechtschreibvorschlag —, und Ziehen und Ablegen ins Fenster tat nichts. Beides lag an Voreinstellungen unterhalb unserer eigenen App und war entsprechend gut versteckt. Beides funktioniert jetzt.
- Der Cover-Designer schützt deine ungespeicherte Arbeit. Ein versehentliches Neuladen, ein Zurück oder ein geschlossener Tab haben vorher alles verworfen, was du an Ebenen, Verläufen und erzeugten Hintergründen gebaut hattest — ohne zu fragen. Jetzt wird gefragt, und wenn doch etwas dazwischenkommt, bietet die Seite beim nächsten Öffnen an, deinen Stand wiederherzustellen.
- Fortsetzungsgeschichten führen nicht mehr im Kreis. Wer eine neue Folge anhängen wollte, während in der Versionskette noch ein älterer Entwurf lag, wurde von der App in genau diesen Entwurf geschickt — wo ein Hinweis stand, Folgen würden über die veröffentlichte Fassung freigegeben. Zwei Anweisungen, die aufeinander zeigten. Der Hinweis nennt jetzt zuerst die Aktion, die tatsächlich weiterführt, und die Folge landet dort, wo deine Leser:innen sie sehen.
Rein- und wieder rauskommen
- Die Anmeldeseite in den Apps war eine Sackgasse, wenn die Anmeldung schiefging. Kein Zurück, kein Weg zum Katalog — auf Windows, Mac, iPhone, iPad und Android gleichermaßen, weil diese Seite bewusst ohne Kopfzeile und ohne Seitenleiste auskommt und es in einer App keinen Browser-Zurück-Knopf gibt. Es gibt jetzt von der Anmeldung und von der Registrierung aus einen Weg zurück in den Katalog, und der funktioniert auch dann noch, wenn die Seite gerade auf etwas wartet.
- Der Hinweis auf eine neue App-Version kommt wieder an. Wer über Google Play, den Amazon Appstore, den Microsoft Store oder den Mac App Store installiert hat, bekam seit Ende August keinen mehr. Und er kommt weiterhin erst dann, wenn der jeweilige Store die neue Fassung auch tatsächlich hat — ein Hinweis auf ein Update, das man noch nicht laden kann, ist schlimmer als keiner.
Schneller, leichter, aufgeräumter
- Profilbilder werden jetzt in der Größe ausgeliefert, in der sie tatsächlich zu sehen sind. Auf der Startseite haben wir für ein einziges Profilbild 42 Kilobyte gemessen, von denen rund 40 nichts beigetragen haben: Es wurde in voller Größe geladen und dann auf 48 Pixel geschrumpft. Das galt für jedes Profilbild in jeder Kommentarliste.
- Die Kachelwand „Welten zum Entdecken" auf der Startseite passt sich der Bildschirmbreite an — vier Kacheln auf dem Handy, acht auf dem Tablet, zwölf am Desktop, dazu ein Link auf die vollständige Übersicht. Vorher war es auf dem Telefon eine Spalte aus zwölf Kacheln, an der man vorbeiscrollen musste. Wichtig war uns dabei, dass auch die kurze Auswahl noch mindestens ein Genre enthält, mit dem du bisher nichts zu tun hattest — die Kachelwand ist genau die Stelle, an der man aus der eigenen Blase fallen können soll.
- Das Fragezeichen oben in der Leiste sah auf jeder Seite falsch aus, ein grauer Kasten statt eines Symbols. Auf den Geschichtenseiten hatten Kapitelzahl, Wortzahl und Lesedauer ihre runde Pillenform verloren. Und an vier Stellen bekamen Nutzer:innen statt eines Textes den technischen Namen des Textbausteins zu sehen. Alle drei sind behoben.
- Jedes öffentliche Bild trägt jetzt eine echte, übersetzte Bildbeschreibung — Kategoriemotive, Titelbilder, Cover, Illustrationen. Für Menschen, die mit einem Screenreader lesen, ist das der Unterschied zwischen „Bild" und einer Information.
Und die Kleinigkeiten
- Sechs unserer E-Mails trugen einen technischen Code mitten im Betreff. Vier davon waren Abrechnungsmails. Wer eine Zahlungserinnerung bekommt, sollte nicht auch noch unsere Werkzeuge lesen müssen.
- Wer auf einer Klassiker-Kategorieseite die Sortierung änderte oder den Filter anwendete, flog von der Seite. Genau in dem Regal, in dem die gemeinfreien Klassiker stehen. Behoben.
- Jede Mail, die wir verschicken, trägt jetzt einen funktionierenden Abmeldelink — auch die Ankündigungen zu neuen Versionen, bei denen bislang nur ein Teil der Empfänger:innen einen hatte.
Zahlen zum Stand
- Sechs Plattformen — Web, iPhone & iPad, Mac, Android, Windows und Fire-Tablets, dazu Samsung Galaxy Store und Uptodown für Android ohne Google.
- Über 9.000 Geschichten im Katalog, darunter 8.273 gemeinfreie Klassiker von 2.110 Autorinnen und Autoren — dauerhaft frei lesbar und in großen Teilen hörbar.
- 713 Kategorien in vier Ebenen und 25 Hauptregalen, durchgehend zweisprachig.
- 215 FAQ-Einträge und 91 Hilfeartikel, jeweils auf Deutsch und Englisch.
- Sechs Touren mit höchstens fünf Schritten, jederzeit überspringbar und jederzeit erneut startbar.
- Neun Menschen im Team, acht davon mit einem unabhängig nachprüfbaren Profil.
- 30 beziehungsweise 90 Tage Vorlauf, bevor ein Konto verschwindet — mit sichtbarem Datum und jederzeit widerrufbar.
Was als Nächstes kommt
Erstens: Gesichter auf die Teamseite. Neun Platzhalter-Illustrationen sind ein ehrlicher Zwischenstand, aber kein Ziel. Jedes Foto kommt von der Person selbst.
Zweitens: der erste tatsächlich ausgezahlte Euro. Das stand hier schon vor einer Woche, und es steht noch immer aus. Die Beteiligung an der Premium-Lesezeit ist der Teil, der jetzt zusätzlich zählt; was fehlt, ist ein Monatsabschluss, der von vorne bis hinten durchläuft. Wir berichten darüber, wenn es passiert ist, nicht vorher.
Drittens: die Schreibimpulse per Mail. Ebenfalls weiter in Arbeit, und wir lassen uns damit bewusst Zeit — die erste Mail, die rausgeht, soll gut sein.
Und zum Schluss dasselbe wie beim letzten Mal: Erzähl uns, was komisch aussieht. Die Sackgasse auf der Anmeldeseite, der Word-Text, der nicht ankam, die Folge, die im Kreis führte — das waren alles Hinweise von Menschen, die OutaStory benutzen. Sie haben keine Fehlermeldung erzeugt, sondern eine Mail. Danke dafür.
Danke fürs Lesen, fürs Schreiben und fürs Hinschauen.
