Kapitel 12 – Das Signal glaubt sich selbst
»Die zwölf Kantinenverträge«, sagte Mara. »Für den Mann, der am Samstag Kuchen backt. Ich möchte wissen, warum jeder einzelne zu ihm passt und alle zusammen nicht.«
WÄG-3 öffnete die lokale Registerkopie des Falls. Senn nahm auf der anderen Seite Platz. Durch die Wand war das Umschalten der Prüfrelais zu hören, ein trockenes Klacken in kurzen Abständen. Mara hatte den Eindruck, in einem sehr großen Locher zu sitzen.
Der erste Vertrag erschien. Ihr Bäcker konnte Mengen planen, hatte bei Festen zuverlässig geliefert und war am Knoten erreichbar. Die Schadensminderung fiel hoch aus, weil die Küche sonst keinen Dienstverantwortlichen hatte.
»Dreißig Prozent Befähigung«, las Mara. »Fünfundzwanzig für Kontinuität, zwanzig für frühere Annahmen, fünfzehn für Nähe, zehn für weniger Schaden.«
Sie legte ihren Zettel vom Dienstag daneben. Die Gewichte stimmten. Die einzelnen Werte stammten aus Quellen, die sie prüfen konnte. Zwei Stadtfeste, vier Vereinsfeiern, eine Bestellung für ein Pflegeheim. Nichts davon war erfunden.
»Er ist der beste erreichbare Kandidat«, sagte Senn.
»Für diesen Vertrag.«
»Für jeden der zwölf.«
Mara bat um die Zeiten. Das Bild wurde breit und unlesbar. Sie verlangte Papier. WÄG-3 fragte nach dem Format; Senn schob ihr eine leere Mappe zu, die groß genug war. In ihr hatte vorher ein erfolgreicher Jahresbericht gelegen. Dessen Deckblatt stand noch auf
