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Allgemeines

Zur Litterargeschichte. (Um 1860.) 1. Die Zeit dürfte nicht entfernt sein, wo die Deutschen das Uebertriebene und Unausführbare ihrer politischen Bestrebungen einsehen werden. Damit ist aber noch wenig gethan. Die politischen Ueberzeugungen sind nur der ins Praktische hineinragende Teil des Ideenkreises einer Nation und Zweige und Schößlinge wegschneiden ist ein schlechtes Auskunftsmittel, solange die Wurzel in der Erde bleibt. Es muß daher ausgesprochen werden: die ganze Bildung der deutschen Nation in den letzten zwanzig Jahren war eine falsche. Vielleicht gilt dasselbe von ganz Europa mit Ausnahme von England. Das gehört aber nicht hierher. Wenn der Mensch in sich gehen will, muß er seine eigenen Fehler im Auge haben, ohne sich um die der übrigen zu bekümmern. Wenn ich die letzten zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre als den Wendepunkt dieser Verkehrung ausspreche, so geschieht dies nicht willkürlich. Eine auffallende Erscheinung nach außen verbürgt eine gewaltige Aenderung nach innen. Dieses äußere Merkmal ist der Eigendünkel. Ich will hier vor allem die Litteratur ins Auge fassen, einmal da ja doch von der Bildung die Rede ist, dann weil die neuere Bewegung hauptsächlich von Ideen ausgeht, deren Ausdruck und Verbreitung vor allem ins Gebiet der Litteratur gehört. Es versteht sich von selbst, daß hier nicht von den exakten und Naturwissenschaften die Rede sein kann. Diese

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