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Schwarzgelb

Dem großen Österreicher Richard von Kralik Salzburg, Weihnachten 1916 Deutschland und Österreich haben in diesem Kriege, durch diesen Krieg erst einander wirklich kennengelernt. Erst jetzt weiß jedes der vielen österreichischen Völker, wohin Österreich gehört: an die Seite Deutschlands; aber auch das deutsche Volk weiß jetzt erst, was es doch an Österreich hat. Nicht immer war allen unsern österreichischen Völkern bewußt, daß Österreichs Platz bei Deutschland ist, nicht immer ist Österreich von seinen eigenen Völkern ganz verstanden worden und in Deutschland ist Österreich lange verkannt oder doch unerkannt gewesen. Das hört sich seltsam an, gar aus österreichischem Munde, und mancher denkt vielleicht im stillen: Diese Österreicher sind doch eine undankbare Gesellschaft! Wie? Österreich von Deutschland verkannt? Wie konnte sich der Österreicher in Deutschland unverstanden fühlen? War er nicht überall im Reiche willkommen? Sah er sich nicht stets mit offenen Armen aufgenommen? Wurde seine Begabung, die Beweglichkeit, Anmut und Wärme seiner schon südlicheren, sonnigeren Art, die gute Laune seiner helleren Sitten nicht neidlos anerkannt? War der Österreicher in Deutschland nicht eher geradezu fast ein bißchen überschätzt? Jedenfalls aber heillos verwöhnt? So denkt mancher im stillen, und gerade jetzt, wo dies alles nun ja glücklich überwunden ist, wird's Zeit, einmal laut davon zu

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