About this Story
Christel Renz, sechsunddreißig Jahre Jugendzentrum Loitsche-Heinrichsberg, findet im ersten Sommer ihres Ruhestands eine türkisblaue Pappmappe im Keller — dreiundzwanzig Bleistiftzeichnungen einer vierzehnjährigen Magdeburgerin, 2007, von einer Band, die niemand mehr Bubi-Pop nennen sollte. In der grünen Feldkladde ihres verstorbenen Mannes, des Volkskundlers, findet Christel auf Seite vierundvierzig eine Klage aus der Börde von 1973, mit derselben fallenden Tonart. Eine leise Spurensuche zwischen ostelbischer Volksmusik, einem Café im Magdeburger Hauptbahnhof und der Frage, wessen Sehnsucht eigentlich wessen ist.


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