About this Story
Drei Wochen nach dem Fall von Reach sitzt Unteroffizier Lena Voss im Bauch der Sydney-Werft und schreibt für die UNSC-Sektion 4 (Öffentlichkeitsarbeit) Nachrufe. Die Akten, die ihr zugeteilt werden, sind dünn — manche Marines starben mit ausstehenden Disziplinarverfahren, andere unter Befehlen, die niemand mehr verteidigen will, wieder andere als Spartans, deren Namen niemals gefallen sein dürfen. Sie soll aus jedem einen Helden machen, in unter zweihundert Wörtern, lokalzeitungstauglich. Zwischen ihrem Vorgesetzten, der die Sprache geschliffen wie eine Klinge führt, einem ONI-Verbindungsoffizier, der ihr sagt, welche Sätze nie gedruckt werden, und einer Mutter, die Antworten will, lernt Lena, dass jede Zeile eines Nachrufs eine zweite Zeile verschweigt — und dass Heldentum ein Wort ist, das man jemandem in den Mund legt, lange nachdem er nicht mehr widersprechen kann.


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