About this Story
In einem Weinhang-Dorf in Almada hat Geweihter Aldemar von Punin sieben Jahre lang die Frühmesse gehalten, Eheschließungen gesegnet und einmal im Jahr eine kleine Anhörung wegen Wiegenflüchen abgehalten, die stets mit einer Ermahnung und einem Krug Wein endete. Diesmal liegt eine andere Anzeige auf seinem Tisch: die Hebamme Jasinda Coria habe in der Nacht des Marbenkrüppels bei einem schwer geborenen Kind ein Lied der Tsa gesungen, das nicht im Buch der Göttin steht, und das Kind habe danach geatmet. Der Kanzler aus Punin verlangt eine förmliche Heresie-Verhandlung. Der Bürgermeister verlangt, dass Aldemar die Anzeige zurückweist. Die Hebamme verlangt nichts. Sechs Tage zwischen Goldschein und Lampenschein, in denen ein Geweihter lernen muss, was die Sonne richten darf und was sie nur belichten kann.


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