Chapter

CXIII. Wo Camille von Rozan erkennt, daß es ihm schwierig sein würde, Salvator zu töten, wie er es Susanne von Valgeneuse versprochen

Man erinnert sich, daß unser Freund Camille, als er am Schlusse des vorletzten Kapitels Susanne von Valgeneuse verließ, ein sehr einfaches Mittel zu finden geglaubt hatte, sich Salvator's, oder wenn man lieber will, Conrad's, das heißt des rechtmäßigen Erben der Valgeneuse zu entledigen. Aber es genügt in dieser Welt von Widersprüchen nicht, ein Mittel zu finden, sich dessen entledigen zu wollen, was uns im Wege ist: zwischen dem Mittel und der Ausführung ist oft ein großer Abgrund. In Folge des gefaßten Entschlusses hatte Camille von Rozan bei Salvator vorgesprochen, und da er ihn nicht zu Hause traf, seine Karte abgegeben. Am Tage nach der häuslichen Szene, die wir so eben erzählt, ließ sich Salvator — unter seinem wahren Namen Conrad von Valgeneuse — bei dem amerikanischen Gentleman melden. Dieser, leicht bewegt, wie es im entscheidenden Augenblicke alle Menschen sind, welche rasche Entschlüsse fassen, und mehr ihrem Temperamente, als ihrer Vernunft folgen, dieser, sagen wir, befahl seinem Diener, den Fremden in den Salon zu führen und trat kurz darauf selbst dort ein. Damit man jedoch verstehe, was folgt, wollen wir sagen, woher Salvator kam, als er sich bei Camille melden ließ. Er kam von seiner Cousine Fräulein Susanne von Valgeneuse. Auf sein erstes Verlangen, bei dem jungen Mädchen vorsprechen zu dürfen, hatte man ihm geantwortet, Fräulein von Valgeneuse empfange nicht.

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