Wofuer-Der-Toast-War
Sie war schon da, als er ankam, an einem Ecktisch mit zwei Kaffees, denn Priya hatte in ihrem ganzen Leben nie darauf gewartet, dass jemand für sie bestellte. Sie sah gleich aus und völlig anders, so wie alte Fotos es tun, wenn man sie endlich mit den Augen eines Fremden sieht.
"Du bist gekommen", sagte sie.
"Du hast gesagt, ich soll einen Stift mitbringen."
"Ich war mir nicht sicher, ob der Stift an einer Person hängen würde." Sie schob ihm den zweiten Kaffee zu. "Flat White. Du hast die früher getrunken wie ein Mann, der absichtlich den Schlaf meidet."
Er setzte sich. Einen Moment lang spielte keiner von beiden den Smalltalk, dessen Regeln sie beide kannten. Dann sagte Daniel, wofür er quer durch die Stadt gefahren war. "Priya. Ich schreibe Reden darüber, wie sehr der Trauzeuge den Bräutigam liebt. Ich kann unmöglich in einem Saal stehen und hundertzwanzig Menschen erzählen, dass ich *Marcus* liebe."
"Gott, nein." Sie schauderte tatsächlich. "Das verlangt niemand. Ich liebe Marcus auch nicht, nicht so, wie du es meinst. Er ist — in Ordnung. Er ist freundlich, langweilig auf eine Art, die ab einem gewissen Alter erholsam ist, und er erinnert sich ehrlich nicht an die Ball-Sache, was dich, ich weiß, rasend machen wird." Sie sah ihm zu, wie er das verdaute. "Ich habe dich nicht engagiert, um ihn zu loben, Daniel. Ich bin nicht mal sicher, ob ich dich für die Hochzeit