Kapitel 1
# Kapitel 1
Bleuel drehte sich mehrfach im Kreis, bis er bequem lag. Er wollte wieder einschlafen. Der helle Fleck vor seiner Schnauze an der Höhlenwand zeigte ihm, dass es draußen noch hell sein musste.
Er fragte sich, warum er schon aufgewacht war. Im Laufe der Jahre hatte er seinen Schlafrhythmus so angepasst, dass er erst nach Sonnenuntergang erwachte. Er hob den Kopf und schaute auf die kleine Öffnung oben in der Decke, durch die der Sonnenschein an die Höhlenwand fiel. Es waren mindestens noch zwei Zeiteinheiten, bis die Sonne unterging. Die konnte er noch gemütlich verschlafen.
Ein Geräusch ließ ihn aufschrecken. Das leise »Flapp-Flapp« von Drachenflügeln. Das war es wohl auch, was ihn aufgeweckt hatte. Was sollte das bedeuten? War man ihm auf die Spur gekommen?
Leise erhob sich der Drache auf seine vier Beine und schlich zum Höhleneingang. Ein Blick durch das Spähloch zeigte ihm, dass über dem kleinen Wäldchen jenseits des Baches drei rote Wachdrachen kreisten. Sie schienen etwas zu suchen, konnten aber offenbar die Baumwipfel nicht mit ihren Blicken durchdringen. Sie erschienen ihm eher unerfahren, kleiner als er selbst. Wenn einer der alten Feuerspucker dabei gewesen wäre, dann hätte der vielleicht den ganzen Wald abgefackelt. Die drei aber waren dazu wohl weder in der Lage, noch wären sie entschlossen genug gewesen.
Bleuel beobachtete sie, bis die Sonne sich