Chapter

Einleitung

In der lateinischen Welt trat die Renaissance als Wiedergeburt des klassischen Heidentums auf: in der germanischen wurde sie zur Renaissance des evangelischen Christentums. Es war die vereinigte Wirkung dieser beiden Hälften des europäischen Geistes, welche die moderne Kultur erschuf. Die veredelte Menschlichkeit der Kirche und des Staats, der Völker und der Bürger kann sich aus diesem Prozeß nur durch die Arbeit der Zeit gestalten, aber sie ist doch schon im fünfzehnten Jahrhundert als der aufgehende Keim des neuen Kulturideals sichtbar, welches an die Stelle des katholischen Ideals des Mittelalters trat, wie es in der Kirche und dem Reich, den universalen Formen des Abendlandes, bisher ausgedrückt gewesen war. Seit dem Konzil zu Konstanz Das Konzil zu Konstanz (1414-1417), von Kaiser Sigismund und Papst Johann XXIII. einberufen, beendete das Große Schisma (1378-1417), die Spaltung der Kirche, während der jeweils ein Papst in Rom und in Avignon residierte, verurteilte Huss und Hieronymus von Prag zum Scheiterhaufen und vertagte die beabsichtigte Reformation der Kirche. Papst Johann XXIII. dankte ab, Papst Martin V. wurde gewählt. erfuhr die Menschheit eine tatsächliche Verwandlung. Sie trat aus der Phantasiewelt des Mittelalters in einen praktischen Zustand über. Den Zauberbann dogmatischer Übersinnlichkeit, worin sie die Kirche gefesselt hielt, lösten das Wissen und die

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.