LXVI. Schlange Nro. 1
Mailly konnte sich nicht darüber trösten, daß er aus die Notwendigkeiten eines beständigen Monologs beschränkt sein sollte. Und dennoch war ihm nach dem, was man geschehen, der Monolog noch minder unangenehm, als der Dialog. Nach seiner Scene mit Louise, nach den despotischen Manieren von dieser, nach der kaiserlichen Gebärde besonders, mit der sie Ihm die Thüre gewiesen, hatte sich der Graf, von seiner Frau zurückgestoßen, noch einmal gesagt, sie besitze sicherlich für die Augen eines Gatten unsichtbare Eigenschaften; da aber er, der Gatte von Louise, diese Eigenschaften nicht sehen könne, so werde er, wenn es sein müsse, die Augen dem ganzen Weltall ausstechen, damit kein Mensch existire, welcher sehe, was er nicht sehe. Drohungen, Bitten, rohe Gewalt, Ueberredung, er hatte in seinem Kopfe Alles angeordnet, um einen Feldzugsplan zu combiniren. Als der Feldzugsplan festgestellt war, und das war die Suche einer Viertelstunde, welche Mailly damit zubrachte, daß er von einem Ende zum andern der Terrasse am Rande des Wassers hin und herging, trugen die Beine von Mailly diesen natürlich vom Hotel Nesle zum kleinen Hause der Grange-Bateliére, von Louise von Mailly zu Olympia von Clèves. Ein Unglücklicher muß sich wohl trösten, besonders wenn ihm der Urheber seines Unglücks das Recht des Trostes gibt. Nach Allem dem, was er bei seiner Frau gehört, war Mailly gewiß nicht so schuldig,