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Im Kloster

Der Mann ist wütend, die Mama ratlos - sie wollen das Kind nicht mehr bei sich haben und geben es in ein Kloster. Aber nicht etwa zum Beten oder Trost suchen, sondern zum Arbeiten! Das Kloster verdient Geld, indem es die Bettwäsche von reichen Großgrundbesitzern wäscht - aber nicht die NONNEN waschen (die müssen ja beten!), sondern Kinder und Jugendliche, die kein Zuhause mehr haben. So wäscht das elfjährige Mädchen jetzt Bettwäsche, putzt Toiletten und schrubbt Fußböden, bis ihre Hände bluten. Sie schläft auf dem nackten Boden und bekommt kaum etwas zu essen. Und eines Tages, bevor sie verhungert, isst sie übriggebliebenes Hundefutter. Sie erbricht sich, nimmt ihre letzte Kraft zusammen und flieht aus dem Kloster. Ein nun zwölfjähriges Mädchen lebt, bettelt und stiehlt jetzt auf der Straße, ohne ihre Familie, gedemütigt und verzweifelt. Wohin soll sie? Großmutter und Großvater leben nicht mehr, ihre Mama will sie nicht, und sie kennt sonst niemanden... Oder doch? Sie erinnert sich an ein anderes Mädchen, das früher einmal mit seinen Eltern zu Besuch war bei der Großmutter, und mit dem sie in den Maisfeldern gespielt hatte. Und sie erinnert sich an den Namen des Ortes, in dem sie wohnten, weil er so schön klingt: Riobamba. Und endlich hat auch sie einmal Glück in ihrem Leben: Ein alter klappriger Mann in einem alten klapprigen Lastauto fährt nach Riobamba und nimmt sie

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