Chapter

Hamburgo

Das Leben, das sie dort erwartet, ist nicht viel besser: Sie spricht die Sprache nicht und muss tagsüber Toiletten putzen. Sie könnte mit ihrem Kind bei einem Landsmann wohnen, aber das hätte seinen Preis. Den zu leisten ist sie nicht bereit - und landet in verschiedenen Frauenhäusern - da, wo gerade ein Platz frei ist. Was für ein Leben - aber wenigstens in Sicherheit... jedoch nicht einmal das: Sie arbeitet zu viel, versorgt die kleine Tochter, sorgt sich um ihre zurückgelassenen Kinder - und übersieht beim Überqueren der Straße den Autobus: Im Krankenhaus erwacht sie - mit einer Gehirnerschütterung und einem verletzten Bein. Zum Glück kümmert sich ihre Stiefschwester erst einmal um das Kind - aber wie soll es jetzt weitergehen? Sie darf nicht krank sein, sie muss Geld verdienen! Was dann folgt, ist die barmherzige Hilfe einer deutschen Behörde (ja, es gibt sie!): Die Leiterin des Sozialamtes erfährt von ihrem Unfall, besucht sie im Krankenhaus, nimmt sie voller Mitgefühl in ihre Arme - und sorgt dafür, dass sie jetzt eine eigene kleine Wohnung bekommt, und auch noch das nötige Geld, um diese schwierige Zeit zu überstehen! Nachdem sie genesen ist und sich in ihrer neuen Wohnung eingerichtet hat, kann Indiana nun endlich auch ihre beiden anderen Kinder nach Hamburg nachkommen lassen. Ihre Tage werden jetzt heller.

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