Chapter

Grobheiten

Was bin ich für ein großer Lump! Ich leb' das ganze Jahr auf Pump, Ich stecke tief in Schulden. O Himmel, Herrschaft, Sapperlott! Ich treibe mit dem Höchsten Spott. Wie lange wird man's dulden? Die Tante sprach: Mein liebes Kind, Sei nicht so, wie die andern sind! Mich freut nicht, was ich sehe. Nimm dir ein hübsches Mädchen nur Mit voller, üppiger Figur; Begieb dich in die Ehe! Und gestern abend der Herr Rat, Der sagte: Es ist wirklich schad', Sie haben doch Talente! Sie würden sicher Sekretär Und später auch noch etwas mehr Mit einem Staatspatente. Mein Onkel, der ist ziemlich kühl; Wenn er mich sieht, dann wird ihm schwül, Er geht mir durch die Lappen. Er sieht sich nach 'nem Laden um, Er geht geschwinde hinten rum, Er glaubt, er muß berappen. Ich bin entgleist als Existenz Und kenne selbst die Konsequenz In unserm Staatsverbande; Mit mir, da geht's noch einmal schief, Ich sinke noch einmal sehr tief; Es ist 'ne Affenschande. Als im Altertum ein weiser König Finster brütend auf dem Throne saß, Sagt' sein Freund: Du sprichst mir heut' so wenig, Edler Herrscher, fehlt dir irgend was? Fehlen? Nein! Ich bin gesund, mein Bruder, Aber ärgern thu ich mich nicht schlecht. Sieh, es giebt im Volk so dumme Luder, Diesen Kerlen macht man gar nichts recht. Ich kann dieses, ich kann jenes sagen, Jede Silbe wird mir kritisiert, Und sie thun, als müßt' ich lange fragen, Ob dem Pöbel es

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