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Die Ehrenamtlichen

Unser Projekt wäre in seiner heutigen Form nicht möglich ohne eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen, die wir in den Gutachten als *ortsansässige Mitarbeitende* führen und die in der Arbeitsrealität den freundlichen Sammelnamen *die Truppe* tragen. Die Truppe sind, in dieser Saison, sieben Personen. Der älteste, Herr Klemm, ist zweiundsiebzig, war bis zu seiner Pensionierung Kraftwerksmeister in einem Heizwerk bei Bitterfeld. Die jüngste, Jana, ist vierundzwanzig, studiert in Halle Biologie, schreibt bei mir ihre Masterarbeit über die Stoffeinträge aus einem Entwässerungsgraben. Zwischen ihnen liegen fünf Dekaden Lebenserfahrung, drei Berufsbiografien, und eine gemeinsame Bereitschaft, an einem Samstagvormittag in Gummistiefeln am Ufer zu stehen. Ich habe gelernt, das Ehrenamt in Deutschland nicht als gratis verfügbare Arbeitskraft zu behandeln. Es ist gratis in einer monetären Rechnung und teuer in einer psychologischen. Ehrenamtliche geben Zeit, und sie erwarten, dass diese Zeit ernst genommen wird. Sie erwarten, dass die Aufgabe sinnvoll ist, dass sie angemessen eingewiesen werden, dass der Kaffee warm ist, dass man sich an ihren Vornamen erinnert und nicht an einem Vormittag, der ihnen kalt und anstrengend war, mit einem hastigen *Vielen Dank, bis zum nächsten Mal* entlässt. Wer das unterschätzt, verliert die Truppe. Ich habe Kolleginnen verloren sehen, die Projekte gut

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