blickte zum Vogt auf, der sie mit einer Aufmerksamkeit beobachtete, die sich zu etwas Hungrigem geschärft hatte. "Das ist kein Schreibfehler. Jemand verbirgt, wessen Jahre das sind. Warum heuert Ihr mich an, es zu finden, wenn Ihr doch wisst, dass Ihr einen Dieb im Haus habt?"
Das zu ebenmäßige Lächeln des Vogts bewegte sich nicht.
"Weil", sagte er leise, "wir nicht wissen, wem die Jahre gehören. Das ist die Unstimmigkeit. Und nur die rechtmäßige Eigentümerin — oder ihr Blut — kann den Namen auf die Seite zurücklesen." Er schob das kalte Register zu ihr hinüber, aufgeschlagen bei der namenlosen Spalte, und das Pergament erzitterte wie etwas, das darauf wartet, erkannt zu werden. "Legt die Hand darauf, Prüferin. Sagt uns, wessen Kindheit wir seit dreißig Jahren verbrauchen."
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