Sechs-Nord war halb dunkel, nur die Leitlichter unter den Röhren brannten, als schliefen sie mit ihren Insassen. Auf Deck Sechs schliefen einhundertvierunddreißig Menschen ohne Funktion für den Bordbetrieb. Kinder, die mit der Kaleva geboren waren und die bei der Ankunft Erwachsene sein würden. Bauern, Lehrer, die Reserve für die Kolonie. Annika kannte die Röhren nicht einzeln, aber sie wusste, wo sie lagen.
Sie atmete langsam aus. Der Dampf war kaum sichtbar. Die Luft war auf zwölf Grad gekühlt, wie immer in den Schlafhallen, und wer hier aufwachte, bewegte sich langsam, weil schnelle Bewegung den Kreislauf überforderte. Das Gelenk ihrer linken Hüfte knackte, als sie zur ersten Konsole an der Längswand ging. Sie legte die Hand auf, und Reval schenkte ihr eine neue Zeile, diesmal nicht vorsichtiger, sondern ehrlicher, als habe er darauf gewartet, sie allein zu finden.
Der Weckton wurde registriert. Ich kann ihm keine Kennung zuordnen. Ich kann auch nicht feststellen, wer geweckt wurde.
Annika las das, und zum ersten Mal, seit sie den Deckel gespürt hatte, spürte sie die Tiefe der Sache. Reval wusste vieles nicht, das war normal. Reval wusste die Träume der Schläfer nicht, die Namen ihrer Lieben, die Gründe, warum sie mitgefahren waren. Reval wusste nicht, wie Kaffee schmeckte, und er stellte auch keine Vermutungen darüber an. Aber Reval wusste immer, wer wach war. Das war seine einfachste Funktion. Er zählte Körper, deren Herzschlag er hörte, und er kannte die Röhren, deren Kühlung er regelte. Eine aufgebrochene Röhre war für Reval wie ein unverschlossenes Fenster für einen Nachtwächter. Sie konnte ihm nicht entgehen.
Doch hier war es geschehen. Ein Weckton war ausgesprochen worden, ein Mensch aus seinem Zyklus gerissen, und Reval las die Spuren der Handlung und
🤖 The author declared this story as written with the help of AI.
Software, cloud and IT operations.Bespoke .NET solutions, built in Germany.Discuss your project