Eine Kueche Mit Drei Alten Frauen
In der Küche waren drei alte Frauen.
Da war Helga. Da war eine große, dünne Frau namens Iris (nicht dieselbe Iris wie die Tochter der Nachbarn, aber Mara machte sich eine kleine Notiz von dem Zufall). Da war eine kleine, rundliche Frau namens Frau Vogel. *Moment*, dachte Mara — sagte aber nichts. Sie würde, wie sie später feststellte, hier irren. Die Frau Vogel in der Küche stellte sich als die Großmutter der Iris von nebenan heraus. Die Verbindung war, wie Mara erfuhr, beabsichtigt. Das Reformnetzwerk war sehr lokal. Viele Leute kannten die Familien der anderen. Das war, sagte Helga, sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche.
Die drei alten Frauen tranken Tee. Sie hatten eine vierte Tasse für Mara bereitstehen.
Sie fragten sie behutsam, warum sie gekommen sei. Mara erzählte es ihnen.
Sie fragten behutsam, was sie von ihnen wolle. Mara erzählte es ihnen — soweit sie konnte; sie hatte es selbst noch nicht ganz herausgearbeitet. *Ich möchte mich nicht freiwillig melden. Ich möchte nicht, dass mein Bruder zurückgeht. Ich möchte wissen, was ich tun kann.*
Helga hörte zu, bis Mara fertig war. Dann sagte Helga:
„Du kannst sehr viel tun. Das meiste davon ist klein. Nichts davon ist schnell. Die Reform, an der wir arbeiten, ist ein Zwanzig-Jahres-Projekt. Wir zielen auf 2055. Du bist fünfzehn. Du wirst 2055 fünfunddreißig sein. Du wirst, wenn wir Erfolg haben, in dem Teil deines