Chapter

Was Freiwillig Genannt Wurde

In Maras Land bedeutete das Wort *freiwillig* nicht das, was im Wörterbuch stand. Das Wörterbuch sagte technisch, *sich freiwillig melden* heiße, sich aus freien Stücken anzubieten. Das Land sagte, *sich freiwillig melden* heiße *die zweijährige Staatsdienstpflicht des Bürgers zwischen sechzehn und einundzwanzig zu erfüllen.* Die offiziellen Formulare hießen *Freiwilligen-Antrag*. Die Schulversammlungen hießen *Freiwilligen-Aufklärungstage*. Der Staat nannte es seit achtunddreißig Jahren freiwillig. Es war jetzt das, was das Wort in Maras Land bedeutete, unabhängig davon, was im Wörterbuch stand. Der Dienst war — je nachdem, wen man fragte — entweder eine ausgezeichnete bürgerliche Einrichtung oder eine leise Form der Wehrpflicht ohne Ausstiegsmöglichkeit. Die offizielle Linie war, dass er *im Namen und im Geist vollständig freiwillig* sei. Die inoffizielle Tatsache war, dass, wenn man sich nicht *meldete*, die Universitätsbewerbungen abgelehnt würden, das Beschäftigungsregister dauerhaft markiert sei und bestimmte Wohnformen einem den Rest des Lebens nicht zur Verfügung stünden. Der Mechanismus war so höflich, so wohlerzogen, dass niemand auf einen Moment des Zwangs hatte zeigen können. Es gab immer ein Lächeln. Es gab immer ein Formular zum Unterschreiben. Es gab immer ein *wir hoffen sehr*. Maras älterer Bruder Lukas war im vergangenen Sommer gegangen. Er war sechzehn

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.