Was Die Briefe Mich Lehrten
Ich will hier, gegen die Gewohnheit meiner bisherigen Erzählungen, ein Kapitel einfügen, in dem keine neue Unternehmung berichtet wird und in dem kein Verbrechen vereitelt wird. Es wird in meinen Aufzeichnungen so wenige solcher Kapitel geben, daß der geduldige Leser mir diesen Einschub gestatten möge; er hat mit meinem Freund zu tun, und er hat mit mir zu tun, und er hat mit dem Beruf, von dem zu sprechen Holmes nie müde wird: dem Beruf, Dinge zu sehen, die vor dem Auge liegen und die das Auge nicht sieht.
In den Wochen, in denen Mrs. Lyle die dreizehn Unternehmungen ihres verstorbenen Dienstherrn mit uns Schritt für Schritt abwickelte, traf in der Baker Street ein neuer Brief nicht mehr ein. Sie hatte uns, verständigerweise, davon in Kenntnis gesetzt; die Briefe waren ein Hilfsmittel gewesen, weil sie mit meinem Freund noch nicht unmittelbar habe reden können, ohne die Selbstbehauptung jenes Lebens zu gefährden, das sie sich im Portman Square aufgebaut hatte. Nun, da sie uns kannte und wir sie kannten, gingen wir zu Fuß, und wir gingen in Droschken, und wir saßen in den Hinterräumen von Kontoren und in den Empfangszimmern von Damen, deren Namen ich hier nicht nenne, weil es ihrer Ehre abträglich wäre.
Drei Unternehmungen verhüteten wir in den ersten beiden Wochen, nachdem Mrs. Lyle uns ihre Liste gegeben hatte. Eine war ein Einbruch in eine Kupferstichsammlung in
