Die Ganze Strecke
Hanna hatte ihrer Mutter geschrieben, bevor sie in den Bus gestiegen war. *Fahre heute Abend bis zum Depot mit, dann gehe ich nach Hause. Bin um halb eins zu Hause. Mach dir keine Sorgen. Erzähl ich.* Ihre Mutter, die Hanna vertraute und auch Ole den Busfahrer mehrmals getroffen und als freundlichen Mann erlebt hatte, schrieb zurück: *okay. melde dich, wenn du am depot bist. hab dich lieb.*
Hanna hatte Ole auch beim Einsteigen gesagt: „Ole, kann ich — kann ich heute Abend über Haltestelle neun hinaus drin bleiben? Ich möchte sehen, was der Mann hinten macht. Ich werde nichts zu ihm sagen. Ich möchte nur die Strecke fahren."
Ole hatte nachgedacht.
„Hanna. Du kannst. Aber — setz dich vorne, bei mir. Ich darf das technisch nicht. Aber ich hätte dich lieber vorne als hinten. Bitte."
Sie hatte sich vorne hingesetzt.
Der Bus fuhr um Viertel nach elf los. Der Mann stieg an Haltestelle zwei ein. Er nickte Ole zu, bezahlte, setzte sich hinten. Er schlug sein Taschenbuch auf. Der Bus rollte aus der Stadt.
Haltestelle drei. Zwei Fahrgäste stiegen aus. Der Mann blieb.
Haltestelle vier. Der Mann mit der hellbraunen Aktentasche stieg aus. Der Mann hinten blieb.
Haltestelle fünf. Niemand.
Haltestelle sechs. Die Frau mit dem Hund stieg aus. Der Mann blieb.
Haltestelle sieben. Die zwei Jugendlichen in Trainingsanzügen stiegen aus. Der Mann blieb. Der Bus war nach Haltestelle sieben