Indianer-Integrist hatte vor dem Arbeitsgericht
geklagt, da ihm sein Arbeitgeber, eine bedeutende
Bank, gekündigt hatte, weil er in vollem
Federschmuck und mit Mokassins zur Arbeit
erschienen war. Der angestellte Hamster bestand
darauf, dass sein Ausfit in keiner Weise seine
Arbeitsleistungen beeinträchtigen würde. Die
Bankdirektoren fanden dagegen, dass es negativ auf
die Bankkunden wirke.
Es sollte nicht mehr zur Gerichtsverhandlung
kommen. Die Lage hatte sich verschärft. Die
Bekleidungsindustrie lag darnieder. Der Versuch,
modische Klamotten in anderen Ländern von
Kindern nähen zu lassen, hatte keine Verbesserung
gebracht. Die Indianerfrauen stopften und flickten
alle Kleidungsstücke und warfen nichts weg.
Nebenbei sei hier bemerkt, dass die Phase der
Emanzipation noch nicht erreicht war und auch nie
stattfinden würde.
Mit anderen Industriezweigen verhielt es sich nicht
anders. Besonders die Automobil- und
Waffenindustrie, Stütze der Wirtschaft schlechthin,
griff zu Massenentlassungen.
Die so aus dem System Hinausgestossenen liessen
sich nicht mehr von den Gewerkschaftsbossen zu
aussichtslosen Massendemonstrationen verführen,
sondern liefen direkt zu den Indianern über. Und
diese blieben bei Pferden, Tomahawk und Pfeil und
Bogen.
Die Rettung der staatlichen Führer und Industrie-
Kapitäne kam schliesslich und unerwarteter Weise
vom Gesundheitsminister, der bisher nur durch
teure, aber unwirksame Anti-AIDS-Aktionen, die
allenfalls die Kassen der Werbe-Agenturen füllten,
aufgefallen war.
Er erklärte den Hamster schlichtweg zum idealen
Einstiegs-Haustier für kleine Kinder. Schluss mit
dem Indianerspielen. In winzigen mit Kleintier-
Spreu ausgelegten Käfigen konnte er seinem Frust in
einem Laufrad wegrennen und seine Hamsterbacken
mit
