stand gerne hier. Die Kuppel befand sich in einer weiten Ebene, die rundherum am Horizont von einer Bergkette begrenzt wurde. Vor Millionen oder sogar Milliarden von Jahren – das ließ sich mangels Erosion im Vakuum nicht so genau feststellen – mußte hier ein Planetoid eingeschlagen sein und hatte diesen Krater geformt, auf dessen Boden die Kolonie jetzt lag. Sheeran liebte den weiten Blick, diese Ebene, auf der das Auge sich ausruhen konnte, auch das eine Besonderheit, die es nur hier oben gab.
Über der Ebene erstreckte sich trotz der hochstehenden Sonne ein prachtvoller Sternenhimmel. Ohne eine Atmosphäre, die das Sonnenlicht streute, wurden auch feine Details am Himmel sichtbar.
Sheeran kannte es nicht anders. In einem uralten Film hatte er kürzlich einen Himmel gesehen, der nicht schwarz war, sondern blau. Das konnte aber nicht ihr Planet sein. Es mußte sich um die mythische, alte Heimat handeln, von der aus ihre Vorfahren vor Jahrtausenden diese Kolonie gegründet hatten.
Sheeran hatte diesen Film, »Die Zeitmaschine«, vor einigen Wochen in einer alten Datenbank gefunden, die einen Teil des Wissens enthielt, das seit Gründung der Kolonie gesammelt und überliefert wurde. Er schien älter zu sein als die Kolonie, denn die Menschen in diesem Video lebten nicht in Kuppeln, sondern unter einem freien Himmel. Der Film trug zwar einen Löschvermerk, beim endgültigen Löschen schien er aber übersehen worden zu sein.
Kurz nach ihrer Gründung riß der Kontakt zur Heimat plötzlich ab und sie hörten nie wieder von den Gründern. So stand es in den Geschichtsbüchern und so hatte er es einst in der Schule gelernt.
In einiger Entfernung, es mochten ein oder zwei Kilometer sein, konnte er die nächste Kuppel erkennen. Die Kolonie hatte sich ausgebreitet, sie tat das noch immer, und