Dem Faden Folgen
Halle fing dort an, wo sie konnte. Die Hausurkunden im Aktenordner ihres Papas sagten, das Haus sei 1928 gebaut worden und die Familie, der es vor Halles Papa gehört hatte, habe es 1971 gekauft. Das war dreißig Jahre zu spät.
Aber die Urkunden enthielten eine Liste, und unten auf der Liste stand ein Name aus viel früherer Zeit: *E. Brennan, 1937–1968*.
Die Brennans hatten während des Krieges hier gewohnt.
Halles Papa half ihr, ein altes Telefonbuch online zu finden — die Sorte, die Bibliotheken einscannen. Brennans in der Wendellstraße, Ende der vierziger Jahre. Zwei Erwachsene. Ein Kind unter derselben Adresse wie die Eltern: *Brennan, Imogen, 11 Jahre*.
„Das könnte die sein, die den Brief geschrieben hat", sagte Halle.
„Könnte sein", sagte ihr Papa. „Imogen wäre jetzt etwa vierundneunzig."
Halle schrieb das in ihr Notizbuch. Sie schrieb auch: *die Katze herausfinden.*
Es dauerte noch zwei Wochen Fragen. Sie schrieb dem örtlichen Geschichtsverein. Sie ging um die Ecke zum Tante-Emma-Laden, den es seit 1936 gab, und fragte den Mann, der ihn führte, ob er je von einer Imogen Brennan aus der Straße gehört habe.
Der Ladenbesitzer kratzte sich am Kopf. „Brennan, Brennan. Es gab eine Imogen, die mit meiner Mutter zur Schule ging. Sie nannten sie Im. Sie hat einen Mann namens Patel geheiratet. Imogen Patel müsste sie jetzt heißen. Wohnt irgendwo an der Südküste."
Halles Papa
