Chapter

Kapitel 1

Hildegard Börmer war sofort nach Beendigung der Literaturstunde, die von dem spindeldürren Fräulein Wallner mit einer die Aufmerksamkeit der jungen Damen nicht gerade fördernden Trockenheit und Einseitigkeit abgehalten wurde, in den großen Park hinabgeeilt, der sich ein Stück an der Elbe entlangzog, und in dem es so viele lauschige Winkelchen und Plätzchen gab. Diese waren sämtlich unter die Zöglinge des Töchterpensionats der Frau verwitweten Frau Major Agathe v. Queisner infolge gütlichen Übereinkommens verteilt worden, – Besitzrechte, die allgemein respektiert wurden, so daß jeder der knospenden Mädchenblüten Gelegenheit gegeben war, während des Sommers ganz nach Belieben sich mit ihren Träumereien in die Einsamkeit zurückzuziehen. Das junge Mädchen, das nun schon ein ganzes Jahr in dem Pensionat lebte, ohne sich dort selbst nach Ablauf dieser langen Zeit heimischer als am ersten Tage zu fühlen, schritt jetzt, nachdem das weißgestrichene Haus hinter der bogenförmigen Allee alter Linden verschwunden war, langsam weiter und suchte seinen Lieblingsplatz auf, den von einer dichten Lebensbaumhecke umgrenzten Ausguck, von dem man einen entzückenden Fernblick über den breiten Strom bis weit hinunter auf das Häusermeer der sächsischen Residenz hatte, deren Kirchtürme in die bläulichschimmernden fernen Höhenzüge wie in ein Wolkenmeer hineinragten. Hier lehnte Hildegard Börmer sich an

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.