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Chapter

Was Ein Vater Nicht Sagen Konnte

Imogen verbrachte zwei Wochen damit, nicht zu wissen, was sie tun solle. Sie ging jeden Nachmittag spazieren. Sie schrieb mehrmals teilweise Briefe an Anwen und zerriss sie. Sie sagte ihren Eltern in jenen zwei Wochen nichts. Was ihr erzählt worden war, war — eindeutig — nicht die Familiengeschichte. Ihr Vater war 1974 *am See* gewesen. Carys — das kleine Mädchen, dessen Hand auf dem Foto um die Hand ihres Vaters geschlossen gewesen war — war ertrunken. Ihr Vater, neun Jahre alt, war dabei gewesen. Ihr Vater war nicht ein Einzelkind, weil seine Mutter Komplikationen gehabt hatte, sondern weil — vermutete Imogen jetzt — die Familie ihn nach 1974 leise ganz aus dem Leben der Cousins genommen hatte. Es habe einen Streit gegeben, hatte Anwen gesagt. Es habe auch, dachte Imogen jetzt, ein langes schützendes Schweigen gegeben — von seiner Mutter, von seinem Vater, von der Familie —, damit er erwachsen werden konnte, ohne dass jener Sommer ihn ins Erwachsenenleben verfolgte. Er habe das Schweigen, dachte Imogen, akzeptiert. Möglicherweise, weil das Schweigen für ihn eine Freundlichkeit gewesen war. Imogen — fünfzehn, nachdenklich, sorgfältig — musste sich entscheiden. Sie beschloss schließlich, zuerst mit ihrer Mutter zu sprechen. Ihre Mutter war in ihrer Familie die Bedachtsame. Ihre Mutter war 1995 in die Familie eingeheiratet, zwanzig Jahre nach dem See. Sie war nicht dabei

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