Kapitel 18 – Jorens Haltung
Mara brach das Versprechen in vorbereiteten Handgriffen. Sie holte die Vergleichskassette, öffnete vor Nao den Marker und setzte eine Federuhr neben ihre eigene Prägung: KEIN TIEFENSCAN. KEINE NEURONALE VERGLEICHSMESSUNG.
Livs und Naos Namen standen darunter.
»Nein«, sagte Nao.
Mara schob ihr altes Ruhebild aus Orison in den Leser. »Die falsche Erinnerung hatte einen Takt. Wenn wir Lücken in meinem Profil und im Signal übereinanderlegen, finden wir Reichweite und Abbruchgrenze.«
»Wir können einen genaueren Kandidaten bestimmen«, sagte Nao.
»Ohne Diagnose kann jede Einwilligung falsch sein.«
»Deshalb haben wir Außenzeugen.«
Ilyas stand hinter seiner Barriere. »Das alte Bild enthält keine Gedanken von jetzt«, sagte er durchs Telefon. »Aber Beziehungen. Stress, Sprache, das Muster nach deinem Unfall.«
»Genau dort liegt die Ordnung, auf die das Signal zugreift.«
Liv sicherte in der Thermik die Radiatoren. Mara hatte ihre Abwesenheit gewählt; Liv würde ablehnen.
Nao stellte sich zwischen sie und den Leser. »Du hast versprochen, dass die Grenze zuerst steht.«
»Die Grenze ist vierzig Joule, ein gespeichertes Profil, kein lebender Anschluss und der mechanische Schnitt am Leser.«
»Das ist eine Energiegrenze. Keine Antwortgrenze.«
»Ich weiß.« Metallgeschmack und Körperschall fehlten, ihre Uhr lief gleich mit Naos. Die Entscheidung gehörte ihr.
»Ich kann eine
