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Chapter

Kapitel 09 – Unter zweiundachtzig

Kälte machte aus jedem Geräusch eine Entscheidung. Die erste Pumpe verstummte bei hundertvierzig Kelvin, die zweite bei neunundneunzig. Unter neunzig knackte die Wand. Mara sah zum Fenster: Reif vor dem Splitter, die Haut hart. Ob sie tot war, blieb offen. »Vierundachtzig«, sagte Nao am Lastmesser. Liv stand an der Ventilbank, beide Hände auf den freien Hebeln. Aus Tank eins floss Kälte durch eine neu gelegte Leitung in den Labormantel. Kompressor und Pumpen zogen eins Komma acht Megawatt. Sie wurden vor Ort geregelt, mit Farbfeldern und Druckdosen. Am Rückgrat hing nichts. »Barrieren?«, fragte Liv. »Eins und drei mechanisch dicht«, sagte Mara. »Zwei noch druckgleich, damit sie nicht verspannt.« »Referenzglied?« Nao zeigte in den Kasten. Zwischen zwei Sperren lag der freie Leiter. Einen Meter aktive Lichtfaser hatte sie entfernt und beide Enden verkappt. Das Piezo im Rahmen blieb heil; Ausbau hätte es brechen können. »Der Bus ist ab. Der Saum liegt auf der kalten Seite.« Sorel hielt sich außerhalb der markierten Zone. »Wenn der Saum unter die Schwelle fällt, könnte man ihn entfernen.« »Man könnte vieles«, sagte Liv. »Wir entfernen nichts, bevor wir wissen, ob Schneiden verteilt.« »Wir wissen nicht einmal, ob zweiundachtzig eine Schwelle ist.« »Darum kühlen wir.« Bei dreiundachtzig Komma eins kippte der letzte Faden in der Kultur. Der Druck in Maras

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