Kapitel 25 – Fangöse
Der Gegenstand war kleiner als der Fehler, den Mara in seiner Bahn noch zulassen durfte.
Sie hielt Sorels Lochscheibe gegen die passive Sternblende. Im geschwärzten Kreis erschien der Behälter nur, wenn einer seiner Reflektoren Licht fing. Kurz, lang, kurz. Dazwischen hätte sie ihn mit dem Daumen verdecken können und das ganze Problem unsichtbar gemacht.
Liv rechnete neben ihr. Die letzte Drohne hatte Gas für einen Weg hin, hundertachtzig Kilo aufnehmen, einen Weg zurück. Ihre Arme hielten zwölf Tonnen. Doch schon ein kleiner falscher Stoß konnte den Behälter brechen. Mara sah wieder auf den engen Streifen ihrer Lehre.
»Vier Sekunden«, sagte Mara.
»Schon enthalten.« Liv schob ihr die zweite Bahntafel hin. »Auch die Unsicherheit der Rotation. Prüfe die Fangrichtung.«
Zwei klare Lehren übereinander, ein schmaler Streifen dazwischen. Links davon ging der Griff an der Öse vorbei. Rechts traf er den Behälter. In der Mitte war Platz, wenn die Drohne rechtzeitig ihr Tempo anglich.
Ihre Hände blieben auf den Lehren. Sie verlangte keinen Radarlauf.
»Fangrichtung stimmt. Relativbewegung innerhalb des Greifwegs.«
Sorel las Startzeit und Winkel zum letzten Mal vor, die verletzte Schulter vom Tisch weggedreht. Liv rechnete, Mara zeichnete mit. Dann trug Sorel die Flugkarte selbst zur Drohne.
Mara folgte ihr acht Minuten durch den Fabumweg. Die Rippen an den Wänden fehlten