Kapitel 22 – Elf verbrauchte Zeiten
Mara nahm keine neue Frage mit hinunter.
Drei Folien, zwei Federuhren, elf alte Abzüge und eine leere Tafel. Kein Scanner, kein Leser, kein getaktetes Licht. Um T+141:17 stiegen Mara, Liv und Ilyas in Keil. Nao blieb am Rückgrat, Sorel beim Buch auf der Brücke.
»Ziel«, sagte Liv vor dem Abdocken.
»Bestehende Zeitspuren ordnen. Keine Bestätigung erzwingen. Abbruch bei neuer Wärme, neuem Stoffweg oder Uhrenabweichung.«
Ilyas prägte die medizinische Grenze. »Keine Gewebeentnahme, kein Personenkontakt mit offenem Mineral, keine Wiederholung einer einmaligen Resonanz.«
Liv setzte den dritten Namen darunter und löste Keil.
Keil flog seine alte Bahn ohne Schiffssensoren. Achtunddreißig Minuten wuchs Kernwinter in der Blende. In der Schale wurde der Bohrkopf zum hellen Stift.
Ein mechanischer Impulsgeber im Lander drückte Naos rekonstruierte Kadenz in Papier: drei kurze Marken, Gegenlast, vier lange. Er sendete nichts zum Vielkern.
Keil setzte am Schachtrand auf und blieb unter Druck, bis Außenfolie, Masse und alte Marker unverändert waren. Um T+142:11 starteten ihre Anzuguhren; Zusatzflaschen lagen ungeöffnet bereit.
Zwei schwarze Striche am Nabel. Sein Saum war breiter, endete aber noch am eigenen Rahmen. Korb, Bremsen und Seil blieben orange markiert, im Polarisator dunkel.
»Abfahrt drei von vier. Achtzehn Kilowattstunden. Pack auf zweihundertachtundsiebzig.
