Kapitel 03 – Die Lastgrenze
Der Strang blieb auf der Trommel.
Mara hatte es dreimal gehört: von Liv, von Nao, von der gelben Tafel. ERST AM BODEN AUSLEGEN. Strom, Flüssigkeit und ein Paar Drähte für den Phasenvergleich liefen in dem Panzer. Nao prüfte Länge und freien Durchgang, ohne einen Puls zu senden.
»Der Strang ist nicht unser Abstieg«, sagte Nao.
»Ich weiß.«
»Du schaust ihn an, als sollte er einer sein.«
»Ich suche nur das Ende der Kette.«
»Drei Enden«, sagte Nao. »Keil zur Oberfläche, Lot in die Tiefe, der Nabel für Energie und Daten.«
»Zu Recht«, sagte Liv hinter ihnen.
Fünf Druckanzüge lagen in ihren Haltern, jeder mit sechs Stunden Luft. Daneben waren sechs Zusatzflaschen festgezurrt. Keil wartete sechssitzig in der Schleusenröhre.
Liv ließ die Trommel verriegeln und prüfte den Strangstecker mit einer Blindkappe. »Passiv intakt. Verstaut. Das ist sein Zustand bis zu einem anderen Befehl.«
Am Beweisbehälter las Sorel Öse, stille Reflektoren und Piezo-Prüfkontakt ins Frachtlog.
Sorel hob den Kallmerk-Schlüssel. »Mechanischer Auswurf-Override.«
»Der Behälter bleibt hier«, sagte Liv.
»Ich inventarisiere die Beweiskette.«
»Dann inventarisieren Sie auch: Q0-Proben kommen in der verschlossenen Materialschleuse zurück. Kein Start.«
Liv setzte ihren Sperrstift. »Unsere Auslösung bleibt gesperrt.«
»Bestätigt«, sagte Sorel.
»Es gibt noch keine Probe.«
»Das ist der
