Kapitel 21 – Die Pausen sind Antwort
Nao hatte zwei Körper und in keinem genug Platz.
Der erste lag auf der Trage am Reaktorschott. Er atmete, sein Herz schlug. Nur wenn sie den Kopf drehte, zog die sechs Millimeter breite Brücke in ihrem Nacken, und das Schiff legte eine zweite Bewegung unter ihre eigene.
Den anderen Körper bildete die Morgenfalte: vier taube Radiatorwurzeln, zwei lebhafte, der Schottspalt, das Rückgrat mit Takten, die sich verfehlten. Kein Gedanke darin. Labor hieß schiefer Druck unter der Zunge, Ilyas Wärme spät hinter den Rippen. Weit unter ihren Füßen zog etwas. Das ähnelte der Nabelkarte; weiter durfte sie es nicht benennen.
»Somatisch: Brücke und Buchsen«, sagte sie. »Instrumentell: Rückgrat bis Trennstelle zwei. Jenseits davon nur Vergleich aus den vorhandenen Folien. Unklar: der langsame Zug zum Nabel.«
Mara schrieb mit, außerhalb des schwarzen Strichs. Vor ihr alte Rillenabriebe, sechs Lungenfolien, die Winkelkarte. Die Lampen blieben stetig. Mara durfte lesen, was da war. Keine Quelle öffnen.
Liv stand am Hauptschalter. Fehlendes Kabelpolymer lag als matte Manschette um die Welle. Wärme vom Schalter hielt sie tätig. Das Ding änderte keinen Befehl. Es hielt den Griff.
»Wir schalten einmal«, sagte Liv. »Wenn der Griff nicht über die erste Kerbe kommt, keine Wiederholung. Kein halber Lastlauf, den die Struktur als neue Reihe bekommt.«
Ilyas kniete neben Nao. Er hatte einen
