Chapter

Die-Baeckerei-In-Der-Moewengasse

Marigold hatte drei Belagerungen gebrochen, eine Hungersnot auf die unfreundliche Weise beendet und einen Fluss zu Salz verwandelt, um ein Heer am Überqueren zu hindern — und sie hätte all das, jeden Orden und jeden Albtraum, mit Freuden gegen die genaue Temperatur eingetauscht, bei der eine Sauerteigkruste von golden zu unrettbar verbrannt umschlägt. Sie hatte die Bäckerei in der Möwengasse vor zwei Jahren eröffnet, in einem Hafenstädtchen, das so verschlafen war, dass die Flut sich zu schämen schien hereinzukommen. Niemand dort wusste, was sie gewesen war. Sie kannten sie als die breite, grauhaarige Frau, die um fünf öffnete, bis Mittag ausverkauft war und sich von niemandem hetzen ließ. Die Stadt mochte sie, wie Städte ein festes Inventar mögen — ohne viel darüber nachzudenken, was genau jene Anonymität war, die zu erkaufen sie einen Kontinent durchquert hatte. Sie hatte fast alle Magie aufgegeben. Das war der Sinn der Sache gewesen. Eine Hexe, die ihre besten Jahre damit verbracht hatte, ihre Gabe auf das Zerbrechen von Dingen zu richten, hatte an einem kalten Morgen, als der Krieg endlich endete, beschlossen, die Jahre, die ihr blieben, darauf zu verwenden, sie stattdessen auf etwas zu richten, das Menschen nährte. Also hatte sie die großen zerstörerischen Zauber ziehen lassen, einen nach dem anderen, so wie man Namen ziehen lässt, mit denen man nicht länger gerufen

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