Eine-Ganze-Drehung-Des-Jahres
Der Garten brauchte ein Jahr, um ihr zu glauben, und sie brauchte dasselbe Jahr, um sich selbst zu glauben.
Den Frühling verbrachte sie auf den Knien. Sie rodete das Dornengestrüpp eine Handbreit nach der anderen, und darunter fand sie Agnes' Gebeine — keine Gebeine, sondern ihre Gestalt: die Ziegeleinfassung der alten Beete, einen Pfad aus flachen Steinen, gelegt für ein kleineres, sichereres Paar Füße, Schieferschilder, vom Regen blank gewischt, die Wren neu beschriftete, sobald die Pflanzen ihr verrieten, wer sie waren. Die Rosen waren nicht tot. Sie hatten nur darauf gewartet, freigelegt zu werden, so wie manche Dinge darauf warten, gewollt zu werden, ehe sie sich wagen. Sie fütterte die Hühner, die zum Häuschen gehörten, und lernte ihre Launen. Sie ließ ihre Stadthände ehrlich und rau werden.
Der Sommer war der Lohn und die Prüfung. Alles kam auf einmal und verlangte alles von ihr: Die Bohnen wollten gepflückt werden vor den Käfern, die Kamille blühte schneller, als sie sie trocknen konnte, das lange Licht bedeutete lange Tage, über die Beete gebeugt, während ihr altes Ich, das Stadt-Ich, flüsterte, dies sei töricht, niemand sehe zu, für keinen Laden gezogene und an niemanden verkaufte Ruhe sei vergeudete Ruhe. Sie hieß diese Stimme schweigen. Sie machte Tee aus ihrem eigenen Thymian und trank ihn auf der Schwelle, während die Mauersegler die Dämmerung zerschnitten, und