Zwei Inventare
Drei Monate lang in jenem Sommer führten Esme und ihr Großvater zwei Notizbücher.
Das erste Notizbuch — Esmes — trug den Titel *Die alte Welt, von Theo, Esme erzählt.*
Darin schrieb Esme jeden Abend auf, was ihr Großvater ihr erzählt hatte. Kleine, bestimmte Dinge meistens, weil ihr Großvater kein Mann großer allgemeiner Aussagen war.
*Er sagt: Es gab Maschinen, die, wenn man die schmutzigen Teller in sie hineinstellte und auf einen Knopf drückte, sie waschen würden, während man schlief. Er sagt: Das Geräusch davon — ein leises Summen — vermisst er. Er sagt: Er fand es leise tröstlich, dass eine Maschine in der Küche nachts arbeitete, während der Rest des Hauses schlief.*
*Er sagt: Es gab ein kleines Gerät, das er in der Tasche trug und das, wenn er die Antwort auf fast jede Frage wissen wollte, sie ihm sagen würde. Er sagt: Das war das mächtigste Ding, das Menschen je erfunden haben. Er sagt: Er ist sich, vierzehn Jahre später, nicht mehr sicher, ob es eine gute Sache war. Er sagt: Das Gerät war am Ende nicht das Problem; die Art, wie Menschen das Gerät benutzten, war es. Er sagt: Seine Tochter, meine Mutter, war wahrscheinlich die letzte Generation, die mit dem voll funktionierenden Gerät aufwuchs. Danach — wuchsen die Kinder mit Telefonen auf, die nur teilweise funktionierten, und mit Netzwerken, die löchrig waren, und ohne den ständigen Puls. Er sagt: In gewisser
