Diese Seite fasst die Regeln für die Beteiligung an Werbe- und Premium-Erlösen zusammen — die Teile, die dich als Autor:in betreffen. Die Paragraphen-Nummern auf dieser Seite stimmen mit den Verweisen in der App überein (z. B. "§ 8 der Autoren-Beteiligungsrichtlinie" in deinen Story-Insights), damit jeder Verweis zu einem konkreten Abschnitt führt.
Wesentliche Änderungen kündigen wir 30 Tage vorher per E-Mail an (siehe § 18).
§ 1 — Die 55/45-Aufteilung
Von jedem Euro Nettoerlös, der einer Story zugeordnet werden kann, erhältst du 55 %. Die übrigen 45 % behält OutaStory ein, um Hosting, KI-Pipelines, Zahlungsabwicklung, Rechtsberatung, Steuern und Plattformbetrieb zu finanzieren.
Nettoerlös ist das, was OutaStory tatsächlich vom Werbenetzwerk erhält bzw. — bei einem Premium-Abo — das, was nach Abzug von Stripe-Gebühren, Rückerstattungen und Steuern übrig bleibt. Wir teilen nicht den Brutto-Anzeigenwert, weil die Plattform dieses Geld nie sieht.
§ 2 — Wer wann anspruchsberechtigt ist
Sobald deine erste Story veröffentlicht ist, beginnen Erlöse aufzulaufen. Es gibt keinen Mindestumsatz und keine Mindest-Reichweite, die du erreichen musst, um angerechnet zu werden.
Pro Story kannst du Anzeigen über die Einstellung AdsEnabled deaktivieren — du verzichtest dann auf Werbeerlöse für diese Story, bleibst aber an der Premium-Verteilung beteiligt (§ 8).
§ 3 — Wo deine Erlöse erscheinen
Auf /profile/earnings findest du deine laufende und festgeschriebene Bilanz. Auf der Insights-Seite einer einzelnen Story (/stories/{Slug}/insights) siehst du den Werbe-Anteil und deinen Premium-Anteil dieser Story. Premium-Erlöse werden über deinen gesamten Katalog gepoolt und dann pro Story aufgeschlüsselt — siehe § 8.
§ 4 — Werbe-Erlös je Story
Werbeerlöse werden je Story zugeordnet, weil eine Anzeigeneinblendung sich eindeutig einer Story zuordnen lässt. Dein Anteil entspricht den abgerechneten Einblendungen mal deiner 55 %-Quote — abzüglich automatisch herausgefilterter Einblendungen, die unsere Plausibilitätsprüfung nicht passieren (siehe § 16).
§ 5 — Geschätzte vs. festgeschriebene Werte
Die Beträge auf /profile/earnings erscheinen in zwei Spalten: geschätzt für den laufenden Monat, festgeschrieben für abgeschlossene Monate. Geschätzte Werte können sich noch ändern, weil das Werbenetzwerk seine endgültigen Zahlen erst Anfang des Folgemonats meldet.
§ 6 — Auszahlung
- Schwelle: mindestens 25 € festgeschriebenes Guthaben.
- Termin: jeweils der 5. Werktag des Folgemonats.
- Währung: EUR über Stripe Connect Express auf dein hinterlegtes Bankkonto.
- Abrechnung: monatliches PDF per E-Mail; jährlich eine Steuerübersicht (§ 12).
Eine von der Autor:in angestoßene vorzeitige Auszahlung gibt es in Version 1 nicht. Schlägt eine Auszahlung fehl (Bankablehnung, fehlende KYC-Daten, Sanktionstreffer), bleibt das Guthaben erhalten und wird beim nächsten Termin erneut versucht, sobald die Ursache geklärt ist.
Vor deiner ersten Auszahlung erheben wir über Stripe Connect Express die für eine Auszahlung gesetzlich erforderlichen Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Steueridentifikationsnummer bzw. USt-IdNr., Bankverbindung). Bis du das abgeschlossen hast, sammelt sich dein Guthaben sicher an und verfällt nicht.
§ 7 — Abstimmung & Festschreibung
Werbeerlöse durchlaufen jeden Monat eine Abstimmung mit den Berichten des Werbenetzwerks. Der abgestimmte Wert wird festgeschrieben — danach ändert er sich nicht mehr (§ 7.3), auch nicht bei späteren Einsprüchen seitens des Werbenetzwerks gegenüber OutaStory: das Risiko dieses Schritts trägt die Plattform.
§ 7.3 — Festgeschriebene Werte sind endgültig
Sobald ein Monat festgeschrieben ist, ist dein 55 %-Anteil dieses Monats final. Er ändert sich nur noch durch Rückerstattungen oder Rückbuchungen aus diesem Zeitraum (§ 11). Die endgültigen Werte erscheinen im monatlichen Statement und auf deiner Erlös-Seite.
Wenn die laufende Schätzung um mehr als 5 % vom abgestimmten Wert abweicht, geht der Vorgang in eine separate Prüfung — Du wirst per Banner auf der Erlös-Seite informiert, falls eine deiner Stories betroffen ist.
§ 8 — Premium-Erlöse: gepoolt und pro Story ausgewiesen
Premium-Abo-Erlöse werden über deinen gesamten Katalog gepoolt — Abonnent:innen lesen unbegrenzt, sodass eine Premium-Lesesession, anders als eine Anzeigeneinblendung (die sich klar einer Story zuordnen lässt), nicht an den Verkauf einer einzelnen Story gebunden ist. Dein Premium-Anteil wird über alles Veröffentlichte hinweg verdient und ab dieser Fassung zusätzlich pro Story für dich aufgeschlüsselt (siehe unten).
Die Verteilung richtet sich nach dem, was Abonnent:innen in einem Monat tatsächlich konsumiert haben — gewichtet nach Lesezeit und mit einem Bonus für abgeschlossene Stories. Wenn niemand deine Stories liest, bekommst du in dem Monat keinen Premium-Anteil; der Betrag verbleibt bei der Plattform und wird nicht an andere Autor:innen umverteilt.
Die Insights-Seite jeder Story und dein monatliches Statement zeigen den Premium-Anteil dieser Story — nach derselben Regel aus Lesezeit und abgeschlossenen Lesevorgängen aufgeteilt, sodass die Beträge pro Story genau deinem ausgezahlten monatlichen Premium-Betrag entsprechen. Zum Schutz der Privatsphäre der Leser:innen wird in Monaten, in denen zu wenige Abonnent:innen eine bestimmte Story gelesen haben, deren Betrag unter „andere Geschichten" zusammengefasst statt einzeln ausgewiesen; dein Gesamt-Premium bleibt davon unberührt und ist stets unter /profile/earnings sichtbar.
§ 9 — Währung und Wechselkurs
Auszahlungen erfolgen in Euro. Erträge in anderen Währungen (z. B. USD-Berichte einzelner Werbenetzwerke) werden zu dem von der EZB veröffentlichten Tagessatz des Buchungstags umgerechnet. Wir geben die eingesetzten Wechselkurse pro Buchung im Audit-Log aus, das bei einem Einspruch (§ 17) eingesehen werden kann.
§ 10 — Schließung deines Kontos
Wenn du dein Konto schließt, bleiben deine veröffentlichten Geschichten während der Frist, die bis zum Abschluss der Schließung läuft, weiter verfügbar und generieren weiterhin Erlöse — 30 Tage, oder 90 Tage, wenn eine deiner Geschichten veröffentlicht und lesbar ist. Diese Erlöse fließen in dein Auszahlungsguthaben, bis die Mindest-Auszahlungsschwelle (§ 6) erreicht ist und der reguläre Zyklus die letzte Überweisung durchführt.
Am Ende dieser Frist gehen deine Geschichten gemeinsam mit deinem Autorenprofil und jedem deiner Pseudonyme offline, und die Erlöse enden damit. Möchtest du eine oder alle deiner Stories früher zurückziehen, kannst du die jeweilige Story vor dem Schließen auf unpublish setzen oder uns nach der Schließung schreiben — eine Rücknahme stoppt künftige Erlöse für die betreffenden Stories.
§ 11 — Negativsaldo & Rückforderung
Wird ein Premium-Abo innerhalb von 60 Tagen nach der Buchung erstattet oder per Chargeback zurückgebucht, wird dein anteiliger Erlös aus dieser Buchung zurückgefordert. Praktisch heißt das: künftige Erlöse zahlen den Negativsaldo ab, bevor wieder ausgezahlt wird. Du musst nie aus eigener Tasche zahlen.
Stripe-Rückbuchungsgebühren trägt ausschließlich die Plattform — sie werden nie an dich weitergegeben.
§ 12 — Steuern und Mitwirkung
Die Einnahmen aus OutaStory sind für dich steuerpflichtige Einkünfte. Wir können dafür keine individuelle Steuerberatung leisten.
Wenn du in Deutschland ansässig bist, gilt die Mitwirkungspflicht nach dem PStTG. Wir melden grenzüberschreitende Erlöse über DAC7 an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), sobald die gesetzlichen Schwellen überschritten werden, und stellen dir am Jahresende eine Steuerübersicht zur Verfügung.
§ 13 — Umsatzsteuer im Detail
§ 13.1 — Standardpfad: Kleinunternehmer-Regel
Die meisten Autor:innen lassen das USt-IdNr.-Feld in ihrem Stripe-Connect-Profil leer — wir behandeln deine Auszahlung dann standardmäßig als nicht-unternehmerischen Umsatz. In deinen Statements wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
§ 13.2 — Reverse-Charge nach § 13b UStG
Bist du unternehmerisch tätig und hast eine gültige EU-USt-IdNr., trag sie in deinem Stripe-Connect-Profil ein. Wir stellen dir dann zu jedem Monatsabschluss eine Gutschrift mit dem Hinweis "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13b UStG" aus. Die Anschrift, die § 14 UStG für Gutschriften verlangt, holen wir aus deinem Auszahlungs-Profil.
§ 14 — Statement-Format & gesetzliche Aufbewahrung
Das monatliche Statement enthält pro Story (sofern Werbung freigeschaltet ist) deinen Werbe-Anteil, deinen Premium-Anteil aus dem Pool, etwaige Korrekturbuchungen aus früheren Monaten (§ 11) und den daraus resultierenden Auszahlungsbetrag.
Statements und die zugrunde liegenden Erlös-Ledger-Daten sind handels- und steuerrechtliche Buchungsbelege. Wir sind gesetzlich verpflichtet, sie zehn Jahre lang aufzubewahren (§ 147 AO und § 257 HGB). Diese gesetzliche Aufbewahrung geht der Löschung vor: Wenn du dein Konto schließt oder dein Recht auf Löschung ausübst, werden dein Profil und deine persönlichen Kontodaten gelöscht oder anonymisiert, die Statements und Ledger-Einträge, die eine Zahlung an dich dokumentieren, bleiben jedoch für die volle gesetzliche Frist erhalten — sie überdauern das Konto. Ein Auskunftsersuchen (Art. 15 DSGVO) erfasst diese Datensätze weiterhin, solange sie aufbewahrt werden.
§ 15 — Buchungs-Integrität
Wir führen ein vollständiges, append-only Audit-Log über alle erlös-relevanten Vorgänge: Einblendungen, Premium-Allokationen, Korrekturen, Rückforderungen und Auszahlungen. Bei einem Einspruch (§ 17) kannst du eine Aufstellung anfordern.
§ 16 — Plausibilitätsprüfung von Einblendungen
Damit erfundene oder kopierte Einblendungen deinen 55 %-Anteil nicht verwässern, prüfen wir jede gemeldete Einblendung auf einfache Plausibilität (z. B. realistische Lesedauer, plausible Zahlungswerte, keine wiederholten Duplikate aus identischen Sessions).
§ 16.3 — Markierte Einblendungen
Eine Einblendung, die diese Prüfung nicht passiert, wird nicht für deine Berechnung herangezogen. Werden viele Einblendungen einer Story markiert und du hältst das für falsch, kannst du das wie jede Statement-Differenz über § 17 anfechten.
§ 17 — Streitbeilegung
§ 17.3 — Wie du einen Einspruch einlegst
Du hast 90 Tage nach Erhalt einer monatlichen Abrechnung Zeit, diese anzufechten. Schreib an revenue@outastory.com mit dem betroffenen Statement und einer kurzen Begründung. Wir prüfen den Vorgang auf Basis des Audit-Logs (§ 15) und antworten innerhalb von 14 Tagen mit einer nachvollziehbaren Aufstellung.
Anwendbares Recht ist das Recht der Bundesrepublik Deutschland; eine außergerichtliche Streitbeilegung gemäß § 36 VSBG ist möglich.
§ 18 — Änderungen dieser Richtlinie
Wesentliche Änderungen an der Erlös-Aufteilung (§ 1), der Auszahlungs-Schwelle (§ 6) oder der Abrechnungs-Frequenz kündigen wir mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail an. Du kannst innerhalb dieser Frist deinen Zugang ohne weitere Verpflichtungen schließen — bereits aufgelaufene Erlöse werden zum nächsten regulären Auszahlungstermin überwiesen (§ 6).
Klarstellungen, Tippfehler-Korrekturen und Änderungen, die nur die Plattformseite betreffen (z. B. neue Zahlungsdienstleister), gelten nicht als wesentlich.
§ 19 — Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für kaufmännische Streitigkeiten ist Hamburg, soweit gesetzlich zulässig.
§ 20 — Profi-Sprecher-Marktplatz: ein separates Buch
Wenn du über den Sprecher-Marktplatz eine:n Profi-Sprecher:in mit der Vertonung einer deiner Stories beauftragst, ist diese Zahlung nicht Teil der oben beschriebenen Erlös-Beteiligung. Sie läuft über ein separates Marktplatz-Zahlungsbuch: Du zahlst den von der/dem Sprecher:in angebotenen Preis, OutaStory behält eine Provision von 8 % dieses Preises ein, die Gebühren unseres Zahlungsdienstleisters werden abgezogen, und die/der Sprecher:in erhält den Rest, sobald du die Lieferung freigibst (oder das Auto-Freigabe-Fenster abläuft).
Die 55/45-Autoren-Aufteilung (§ 1) und die Marktplatz-Provision vermischen sich nie: Werbe- und Premium-Erlöse fließen in dein Auszahlungsguthaben, während eine Sprecher-Provision auf die Marktplatz-Transaktion erhoben wird. Die vollständigen Bedingungen für Sprecher-Provisionen, Treuhand, Lieferung und Rückerstattungen findest du in den Bedingungen für Profi-Sprecher:innen.